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IW-Analyse: China verliert an Bedeutung für deutsche Exporteure

Schiffscontainer mit USA und China Flagge
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Die deutschen Exporte nach China und in die USA sind 2025 stark eingebrochen. Besonders China verliert an Bedeutung. Eine IW-Analyse zeigt jedoch, dass Europa mit steigenden Handelszahlen die Verluste kompensiert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutschen Exporte in ihre beiden wichtigsten außereuropäischen Absatzmärkte sind 2025 deutlich zurückgegangen. Nach aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sanken die Ausfuhren in die USA um rund acht Prozent, nach China sogar um über zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Seit 2022 sind die Exporte nach China damit um fast 25 Prozent eingebrochen. Das einst zweitwichtigste Zielland deutscher Waren ist 2025 nur noch auf Rang sechs zurückgefallen.

Handelshemmnisse und politische Risiken

Der Rückgang im US-Geschäft wird vor allem durch die protektionistische Wirtschaftspolitik der Trump-Administration verursacht. Neue und hohe Zölle machen deutsche Produkte teurer und weniger wettbewerbsfähig. Noch komplexer gestaltet sich die Situation in China: Hier konkurrieren deutsche Anbieter zunehmend mit einheimischen Firmen, die durch staatliche Subventionen und Währungsmanipulationen begünstigt werden. Der unterbewertete Yuan wirkt ebenfalls als Preistreiber für europäische Importe, was die Nachfrage zusätzlich dämpft.

Nach Berechnungen des IW-Experten Jürgen Matthes drückten allein die Verluste in den USA und China die gesamte Exportdynamik um mehr als 1,5 Prozentpunkte. Dennoch legten die Gesamtausfuhren in den ersten drei Quartalen 2025 leicht um 0,25 Prozent zu.

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Europäische Partner gewinnen an Gewicht

Ausschlaggebend für dieses Plus sind die stabilen Handelsbeziehungen innerhalb Europas. Fast 70 Prozent der deutschen Exporte gehen inzwischen in europäische Länder. Mit einem Zuwachs von knapp drei Prozent konnten unter anderem Polen, die Schweiz und Spanien die Verluste in den Überseemärkten größtenteils kompensieren.

IW-Ökonom Matthes sieht hierin ein positives Signal: „Europa bleibt der Stabilisator für die deutsche Exportwirtschaft.“ Gleichzeitig warnt er aber vor Selbstzufriedenheit. Um das Potenzial innerhalb Europas voll zu nutzen, brauche es weniger Handelsbarrieren im Binnenmarkt und strukturelle Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

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