ANZEIGE

ANZEIGE

Cyberbedrohungen: Erhöhte Risiken für IT- und Marketing-Fachkräfte

Mann mit Handschuhen an einem Laptop
Foto: Unsplash

Key takeaways

➟ Je nach Tätigkeitsbereich unterscheiden sich digitale Angriffsrisiken lauter einer neuen Studie erheblich. Besonders Marketing, Compliance und technische Berufe zeigen auffällige Belastungen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Technisches Fachwissen bietet keinen umfassenden Schutz vor Cyberbedrohungen. Laut einer aktuellen Kaspersky-Studie haben je nach Berufsgruppe zwischen 82 und knapp 90 Prozent der Befragten bereits digitale Sicherheitsvorfälle erlebt. Während IT-Fachkräfte seltener von einfachen Betrugsversuchen betroffen sind, berichten sie häufiger über Malware, KI-gestützte Täuschungen und Angriffe auf vernetzte Geräte. Besonders auffällig sind zudem die Ergebnisse aus Marketing und Compliance.

Cybervorfälle betreffen nahezu alle Berufsgruppen

Die niedrigste Betroffenheit verzeichnet Kaspersky mit 82 Prozent in administrativen und unterstützenden Tätigkeiten. In Risikomanagement, Recht und Compliance liegt der Anteil dagegen bei knapp 90 Prozent. Zu den häufigsten Vorfällen zählen betrügerische Anrufe und SMS mit 41 Prozent sowie Spam mit 40 Prozent. Rund 26 Prozent berichten von unerwünschter Werbung.

Die größten Sorgen bereiten jedoch schwerwiegendere Bedrohungen. Datenlecks fürchten 46 Prozent der Befragten, während 45 Prozent eine Übernahme ihrer Social-Media-Konten befürchten. Weitere 38 Prozent sehen den möglichen Diebstahl persönlicher Informationen als besonderes Risiko.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

IT-Beschäftigte häufiger mit komplexen Angriffen konfrontiert

Bei technischen Berufsgruppen zeigt sich ein differenziertes Bild. Betrügerische Anrufe und SMS betreffen 36 Prozent der IT-nahen Beschäftigten, gegenüber 43 Prozent in nichttechnischen Berufen. Auch Spam tritt mit 37 gegenüber 41 Prozent seltener auf.

Bei anspruchsvolleren Angriffen kehrt sich das Verhältnis um. Malware-Vorfälle nennen elf Prozent der technisch versierten Befragten gegenüber 8,5 Prozent der übrigen Beschäftigten. KI-gestützte Betrugsversuche und Deepfakes betreffen neun gegenüber sechs Prozent. Angriffe auf vernetzte Geräte werden von knapp sieben beziehungsweise vier Prozent berichtet.

Selbst unter IT-Sicherheitsexperten haben 86 Prozent mindestens einen Cybervorfall erlebt. Fachkenntnisse können somit helfen, einfache Betrugsmaschen zu erkennen, verhindern aber nicht sämtliche Angriffsformen.

Marketing weist besonders vielfältige Bedrohungen auf

Marketingbeschäftigte berichten durchschnittlich von 4,5 unterschiedlichen Vorfallarten und liegen damit über dem Gesamtwert von 3,7. Gleichzeitig reagieren sie vergleichsweise häufig mit veränderten Sicherheitsgewohnheiten.

So vermeiden 42 Prozent nach einem Vorfall öffentliche WLAN-Netze bei Transaktionen, gegenüber 24 Prozent im Durchschnitt. Häufigere Passwortwechsel nennen 41 Prozent statt knapp 27 Prozent. Zusätzliche Datensicherungen erstellen 33 Prozent, während der Gesamtwert bei 23 Prozent liegt.

Beschäftigte in Risikomanagement, Recht und Compliance weisen zwar die höchste allgemeine Vorfallquote auf, setzen anschließend jedoch nicht häufiger auf fortschrittliche Schutztechnik. Sie bevorzugen grundlegende Vorsichtsmaßnahmen wie individuelle Passwörter und die Überprüfung kompromittierter Zugangsdaten.

Technische Schutzmaßnahmen werden selten nachgerüstet

Nach Cybervorfällen verändern viele Befragte zunächst ihr Verhalten. Rund 45 Prozent ignorieren anschließend Anrufe unbekannter Nummern, knapp 37 Prozent meiden nicht vertrauenswürdige Webseiten. Technische Sicherheitsmaßnahmen bleiben dagegen weniger verbreitet: Nur 30 Prozent aktivieren eine Multi-Faktor-Authentifizierung, während 24 Prozent zusätzliche Sicherheitssoftware installieren.

Kaspersky-Experte Vladimir Dashchenko sieht darin die Notwendigkeit, Sicherheitsstrategien stärker an beruflichen Aufgaben und individuellen Nutzungsgewohnheiten auszurichten. Insbesondere KI-gestützte Betrugsformen erfordern eine Kombination aus Sensibilisierung und automatisierten Schutzmechanismen.

Unternehmen müssen Sicherheitskonzepte gezielt anpassen

Kaspersky empfiehlt Unternehmen klare Zugriffsregeln, regelmäßige Datensicherungen und verständliche Sicherheitsrichtlinien. Softwareinstallationen sollten kontrolliert und Berechtigungen ausgeschiedener Beschäftigter unverzüglich entzogen werden. Ergänzend sind Schulungen zu Phishing, Deepfakes und telefonischen Betrugsversuchen sowie eine wirksame Absicherung der E-Mail-Kommunikation erforderlich.

Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass unterschiedliche Berufsgruppen auch unterschiedlichen Risiken ausgesetzt sind. Wirksame Cybersicherheit erfordert deshalb abgestimmte technische und organisatorische Maßnahmen, die über allgemeine Verhaltensregeln hinausgehen.

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored