Die Deutsche Konsum Real Estate AG (DKR) kommt bei ihrer finanziellen Sanierung voran. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 reduzierte das Immobilienunternehmen seine Finanzverbindlichkeiten deutlich und steigerte die Funds from Operations (FFO). Gleichzeitig belastete eine Neubewertung des Immobilienportfolios das Ergebnis.
Seit Beginn der Sanierung hat DKR Immobilienverkäufe im Volumen von rund 78 Millionen Euro realisiert. Für zwei weitere Objekte wurden Kaufverträge über insgesamt 16 Millionen Euro unterzeichnet. Neben den Veräußerungen trägt eine bereits umgesetzte Kapitalerhöhung einschließlich Debt-to-Equity Swap zur Entschuldung bei.
Finanzverbindlichkeiten sinken auf 311,5 Millionen Euro
Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich von 471,1 Millionen Euro Ende September 2025 auf 311,5 Millionen Euro zum 30. Juni 2026. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital von 304,3 Millionen auf 397,0 Millionen Euro. Der Netto-LTV verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 57,8 auf 41,1 Prozent.
Die geringere Verschuldung wirkt sich auch auf die Finanzierungskosten aus. Der Zinsaufwand sank in den ersten neun Monaten auf 10,7 Millionen Euro, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch 18,7 Millionen Euro angefallen waren.
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FFO steigt trotz rückläufiger Mieterlöse
Die laufenden Portfolioverkäufe führen erwartungsgemäß zu niedrigeren Mieteinnahmen. Die Mieterlöse gingen von 52,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 48,0 Millionen Euro zurück. Das Vermietungsergebnis blieb mit 29,2 Millionen Euro gegenüber 29,8 Millionen Euro im Vorjahr nahezu stabil.
Von den gesunkenen Zinskosten profitierte die operative Ertragskraft. Die FFO erhöhten sich von 9,9 Millionen auf 14,5 Millionen Euro. Wegen der gestiegenen Zahl ausgegebener Aktien sank der FFO je Aktie allerdings von 0,24 auf 0,18 Euro. Das Periodenergebnis verbesserte sich von minus 32,6 Millionen auf minus 25,7 Millionen Euro.
Neubewertung belastet Portfolio mit 41,6 Millionen Euro
Zum Ende des Berichtszeitraums umfasste das Portfolio 140 Immobilien mit einem Bilanzwert von 693,7 Millionen Euro. Eine zum 30. Juni vorgenommene Neubewertung durch CBRE führte zu einem Bewertungsverlust von 41,6 Millionen Euro. Dies entspricht nach Unternehmensangaben rund 5,7 Prozent des bisherigen Portfoliowerts.
Damit steht einer verbesserten Finanzierungsstruktur weiterhin eine Belastung durch die Wertentwicklung der Immobilien gegenüber. Der Schwerpunkt der Gesellschaft bleibt deshalb neben dem operativen Geschäft auf der weiteren Umsetzung des Sanierungsplans.
Führungsgremien werden personell neu aufgestellt
Auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden verändert. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Daniel Löhken übernahm zum 1. Juli 2026 für drei Jahre den Vorstandsvorsitz. Kyrill Turchaninov schied Ende Juli planmäßig aus dem Vorstand aus. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Dr. Kai Gregor Klinger, Sebastian Wasser bleibt dessen Stellvertreter.
Bereits auf der Hauptversammlung im April wurde Thorsten Arsan in den Aufsichtsrat gewählt. Gleichzeitig beschlossen die Aktionäre die Schaffung eines neuen genehmigten und bedingten Kapitals.
Weitere Immobilienverkäufe bis September 2027 geplant
Die Sanierungsstrategie sieht bis September 2027 Immobilienverkäufe von insgesamt bis zu 220 Millionen Euro vor. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt DKR trotz der Veräußerungen die erwarteten Mieterlöse zwischen 58 und 63 Millionen Euro. Gleichzeitig sollen die FFO aufgrund der geringeren Zinsbelastung steigen.
Unsicherheit besteht insbesondere beim geplanten Verkauf weiterer Objekte. Das Unternehmen verweist auf das anspruchsvolle geopolitische Umfeld und dessen Auswirkungen auf den Immobilientransaktionsmarkt. Die weitere Entschuldung hängt damit auch davon ab, in welchem Umfang die vorgesehenen Veräußerungen umgesetzt werden können.





