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Bundesbank-Prognose 2026: Deutsche Wirtschaft nimmt langsam wieder Fahrt auf

Symbolik fuer Wirtschaft in Deutschland
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Die Bundesbank prognostiziert eine allmähliche Erholung der deutschen Wirtschaft ab 2026. Staatsausgaben, Exporte und Konsum treiben das Wachstum. Die Inflation sinkt langsamer als erwartet, während die Staatsverschuldung deutlich steigt. Eine Reform der Schuldenbremse soll ab 2030 für stabile Finanzen sorgen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach Jahren wirtschaftlicher Schwäche erwartet die Deutsche Bundesbank eine allmähliche Erholung der deutschen Wirtschaft. Für 2026 rechnet sie mit einem verhaltenen Aufschwung, der sich ab dem zweiten Quartal spürbar verstärkt. Haupttreiber dieser Entwicklung sind steigende Staatsausgaben und wieder zunehmende Exporte.

Staatsausgaben und Exporte als Konjunkturmotor

Bereits jetzt zeigen sich erste Anzeichen für eine Ausweitung öffentlicher Aufträge. Wesentlich stärker wird die Wirkung der expansiven Fiskalpolitik allerdings erst im weiteren Jahresverlauf 2026, wenn Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur zunehmen. Die staatliche Nachfrage legt dadurch deutlich zu. Parallel dazu erholen sich die Exporte, insbesondere durch eine anziehende globale Nachfrage. Auch der private Wohnungsbau zeigt erste Erholungszeichen, während steigende Löhne und ein sich bessernder Arbeitsmarkt die Realeinkommen und den Konsum stützen. Infolge der höheren Kapazitätsauslastung beginnen Unternehmen zudem wieder zu investieren. 2027 soll sich die konjunkturelle Expansion laut Prognose nochmals spürbar verstärken.

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Solides Wachstum, aber begrenztes Potenzial

Die Bundesbank prognostiziert ein kalenderbereinigtes Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent für 2026 und 1,3 Prozent für 2027. Die unbereinigten Wachstumsraten liegen aufgrund zusätzlicher Arbeitstage etwas höher. 2028 setzt sich die wirtschaftliche Erholung mit 1,1 Prozent weiter fort, verliert aber leicht an Dynamik. Der Arbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck, da der Fachkräftemangel die Kapazitäten begrenzt. Gleichzeitig betont die Bundesbank, dass die expansive Haushaltspolitik das Produktionspotenzial der Wirtschaft nur geringfügig steigert. Die Prognose geht von einem jährlichen Potenzialwachstum von lediglich 0,4 Prozent aus. Um die langfristige Leistungsfähigkeit zu erhöhen, seien tiefgreifendere strukturelle Reformen notwendig.

Zähe Inflation und steigende Staatsverschuldung

Was die Inflation betrifft, dämpfen hohe Löhne und moderat sinkende Energiepreise den Rückgang der Teuerung. Die Inflationsrate – gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – soll laut Bundesbank von 2,3 Prozent in diesem Jahr auf 2,2 Prozent im Jahr 2026 zurückgehen. Für die Jahre 2027 und 2028 wird jeweils ein Wert von rund 2 Prozent erwartet.

Die höheren staatlichen Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur, Steuererleichterungen und Transfers führen indes zu einer steigenden Staatsverschuldung. Die Defizitquote erreicht laut Prognose 4,8 Prozent im Jahr 2028, während die Schuldenquote auf 68 Prozent ansteigt. Um die Haushalte langfristig zu stabilisieren, schlägt die Bundesbank eine Reform der Schuldenbremse vor. Ab 2030 sollen Verteidigungsausgaben wieder kreditfrei finanziert werden. Eine reformierte Regelung soll Investitionen begünstigen und klare Leitplanken für die Kreditaufnahme setzen. Ziel ist eine Rückführung der Schuldenquote in Richtung 60 Prozent.

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