Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 leicht gewachsen und setzt damit ihre moderate Erholung fort. Nach einem bereits positiven Jahresauftakt entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt erneut nach oben, wenn auch mit begrenzter Dynamik. Dabei zeigten sich insbesondere die Exporte als stabilisierender Faktor, während andere Bereiche schwächer ausfielen.
Leichtes Wachstum gegenüber Vorquartal
Das Bruttoinlandsprodukt stieg laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum ersten Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent. Bereits zum Jahresbeginn hatte die Wirtschaftsleistung zugenommen, wodurch sich insgesamt eine vorsichtige Aufwärtsbewegung ergibt.
Die Entwicklung wurde vor allem durch steigende Exporte getragen. Gleichzeitig blieb die Konsumnachfrage verhalten, während die Investitionen im Vergleich zum Vorquartal zurückgingen.
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Vergleich zum Vorjahr zeigt moderates Plus
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 lag das BIP preisbereinigt um 0,9 Prozent höher. Auch unter Berücksichtigung von Kalendereffekten ergibt sich ein Wachstum in gleicher Höhe, da die Zahl der Arbeitstage unverändert blieb.
Damit zeigt sich die deutsche Wirtschaft zwar stabil, jedoch weiterhin ohne deutliche Beschleunigung.
Revisionen verändern Blick auf Vorjahre
Das Statistische Bundesamt hat im Zuge der aktuellen Veröffentlichung auch frühere Daten überarbeitet. Die Anpassungen betreffen insbesondere die Jahre ab 2022, wobei sich die Veränderungen für 2022 und 2023 nur geringfügig auswirken.
Deutlich stärker fiel die Revision für das Jahr 2024 aus. Statt eines bislang angenommenen Rückgangs der Wirtschaftsleistung zeigt sich nun eine Stagnation. Grundlage hierfür sind neue Daten zu Unternehmensstrukturen, Umsätzen und Kosten.
Anpassungen reichen bis 2011 zurück
Erstmals wurden auch die Ergebnisse für die Jahre 2011 bis 2021 umfassend revidiert. Hintergrund sind neue statistische Grundlagen, etwa zur Entwicklung von Mieten sowie zu Konsumausgaben deutscher Haushalte im Ausland.
Diese Anpassungen führen dazu, dass die Wachstumsraten in diesem Zeitraum insgesamt leicht höher ausfallen als bislang ausgewiesen. Über die gesamte Periode ergibt sich ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum als zuvor angenommen.
Ausblick bleibt verhalten
Trotz der positiven Entwicklung im zweiten Quartal bleibt der Ausblick gedämpft. Die schwache Investitionstätigkeit und zurückhaltende Konsumausgaben deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Dynamik weiterhin begrenzt bleibt.
Gleichzeitig könnten stabile Exporte und verbesserte Datenlagen dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Quartalen zu stabilisieren.






