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Dienstradleasing in Deutschland schwächelt – Markt bleibt dennoch stabil

eBike Fahrrad
Foto: Motor TruckRun / Pexels

Key takeaways

Der Markt für Dienstradleasing in Deutschland kühlt erstmals ab: 2025 sank der Umsatz laut Studie von Deloitte und Zukunft Fahrrad um vier Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Wirtschaftliche Unsicherheit, Rabattaktionen im Handel und Vorbehalte gegenüber langfristigen Verträgen bremsen die Nachfrage.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Markt für Dienstradleasing in Deutschland zeigt erstmals deutliche Abkühlungstendenzen. Nachdem das Segment zwischen 2021 und 2023 stark gewachsen war, ging der Umsatz 2025 das zweite Jahr in Folge leicht zurück. Laut einer aktuellen Studie von Deloitte und dem Branchenverband Zukunft Fahrrad lag der Marktwert bei 2,8 Milliarden Euro – rund vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Konjunktur und Rabattaktionen dämpfen Nachfrage

Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass viele Verbraucher größere Anschaffungen aufschieben. Gleichzeitig versuchen Fahrradhändler weiterhin, hohe Lagerbestände mit Preisnachlässen abzubauen. Dadurch wird der direkte Kauf hochwertiger Fahrräder attraktiver und konkurriert stärker mit Leasingmodellen über den Arbeitgeber.

Im Jahr 2025 wurden rund 720.000 Fahrräder über Dienstradleasing neu abgeschlossen – etwa 30.000 weniger als im Jahr zuvor.

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Vertragsbindung schreckt viele Interessierte ab

Neben der wirtschaftlichen Lage spielen auch persönliche Bedenken eine Rolle. Laut Verbraucherbefragung sehen viele potenzielle Nutzer die langfristige Vertragsbindung kritisch. 38 Prozent nennen die Laufzeit eines Leasingvertrags als größte Hürde, während 31,5 Prozent einen möglichen Arbeitgeberwechsel als Risiko betrachten.

Gleichzeitig gibt es klare Vorteile: Wartung und Service sind oft im Vertrag enthalten, und hohe Einmalzahlungen für den Fahrradkauf entfallen. Rund 17 Prozent der Befragten planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Dienstrad zu leasen.

Großes Potenzial bleibt ungenutzt

Trotz der Marktabkühlung wächst die Zahl der Unternehmen, die Dienstradleasing anbieten. 2025 stieg sie um rund 20 Prozent auf 342.000 Arbeitgeber. Damit haben inzwischen etwa 22,6 Millionen Beschäftigte grundsätzlich Zugang zu diesem Benefit.

Allerdings nutzen nur rund 2,4 Millionen Arbeitnehmer das Angebot tatsächlich. Besonders kleine Unternehmen und der öffentliche Dienst sind bislang unterrepräsentiert, obwohl Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitenden rund 97 Prozent aller Unternehmen ausmachen.

Positive Effekte für Fahrradhandel

Für die Fahrradbranche bleibt das Leasingmodell wirtschaftlich relevant. Über Dienstradleasing werden häufig höherpreisige Fahrräder gewählt: E-Bikes kosten im Durchschnitt rund 3.700 Euro, konventionelle Fahrräder etwa 2.660 Euro. Entsprechend profitiert auch der stationäre Handel, über den 86 Prozent der geleasten Fahrräder verkauft werden.

Infrastruktur bleibt entscheidender Faktor

Branchenvertreter sehen langfristig weiterhin Wachstumsmöglichkeiten – insbesondere durch Trends zu nachhaltiger Mobilität und gesundheitsorientierten Arbeitswegen. Gleichzeitig verweisen sie auf politische Rahmenbedingungen: Ohne sichere Radinfrastruktur und fahrradfreundliche Arbeitsplätze könne das volle Potenzial des Dienstradleasings nicht ausgeschöpft werden.

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