DocMorris hat im ersten Halbjahr 2025 ein deutliches Umsatzwachstum erzielt und seine Position als führender Anbieter digitaler Gesundheitslösungen gestärkt. Besonders das Rx-Geschäft entwickelte sich dynamisch, während neue digitale Services das Geschäftsmodell erweiterten.
Deutliches Umsatzplus und starke Rx-Dynamik
Der Konzernumsatz stieg um 10,2 Prozent auf 572,1 Millionen Schweizer Franken (rund 596 Mio. Euro). Im zweiten Quartal lag der Zuwachs trotz weniger Arbeitstagen bei 7,1 Prozent. Treiber war vor allem das verschreibungspflichtige Geschäft: Der Rx-Umsatz kletterte im Halbjahr um 43,5 Prozent und wuchs im Quartalsvergleich nochmals um 4,6 Prozent. Zusätzlichen Rückenwind liefert ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs, das die Wettbewerbsposition im Rezeptgeschäft stärkt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
TeleClinic als Wachstumsmotor
Neben dem Kerngeschäft entwickelte sich auch die digitale Tochter TeleClinic außergewöhnlich stark. Mit einem Umsatzplus von mehr als 150 Prozent erreichte das Unternehmen 11,2 Millionen Franken (ca. 12 Mio. Euro). Neue Kooperationen mit Ärzteverbänden wie Westfalen-Lippe (16.000 Ärzte) unterstreichen die zunehmende Bedeutung in der deutschen Regelversorgung. Seit April dürfen Ärzte bis zur Hälfte ihrer Behandlungen online abrechnen – ein weiterer Treiber für das Geschäft.
Fokus auf Profitabilität und neue Services
Während das Non-Rx-Geschäft trotz des Wegfalls der Marke Zur Rose ein Plus von 4,4 Prozent verbuchte, legten auch die Bereiche Retail Media und Marktplatz deutlich zu. Das operative Ergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal spürbar, nachdem Vorlaufkosten aus einer TV-Kampagne im ersten Quartal belasteten.
KI-Assistent als strategisches Element
Im August startete DocMorris mit einer Beta-Version seines KI-gestützten „DocMorris Assistant“. Dieser digitale Begleiter soll Patienten künftig einen integrierten Zugang zu Apotheke, Telemedizin, Marktplatz und Gesundheitsinhalten ermöglichen. CEO Walter Hess sieht darin einen Meilenstein zur Positionierung als „Europas vertrauenswürdiger Gesundheitsbegleiter“. CFO Daniel Wüest betont zudem die Fortschritte bei Umsatzwachstum und Profitabilität, die die mittelfristigen Ziele absichern.


