Die Douglas Group hat im dritten Quartal 2025/2026 schwächere Geschäfte verzeichnet, ihre Jahresprognose aber bestätigt. Von April bis Juni sank der Umsatz um 2,0 Prozent auf 987,8 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA ging um 19,4 Prozent auf 127,5 Millionen Euro zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 12,9 Prozent.
Vor allem die verhaltene Nachfrage in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sowie der intensive Preiswettbewerb belasteten. Die drei Märkte stehen zusammen für rund 60 Prozent des Geschäfts. Gleichzeitig verschiebt sich die Nachfrage zunehmend in Richtung E-Commerce. Douglas reagiert darauf mit einer stärkeren digitalen Ausrichtung und einer Überprüfung seines Filialnetzes.
Schwache Kernmärkte bremsen Douglas
Zentralosteuropa entwickelte sich mit einem Umsatzplus von 4,4 Prozent weiterhin positiv. Die Zuwächse konnten die Rückgänge in DACHNL von 2,8 Prozent und in Frankreich von 2,1 Prozent jedoch nicht ausgleichen. Bei Parfumdreams/Niche Beauty sank der Umsatz um 10,4 Prozent. Neben dem Wettbewerbsdruck wirkten sich dort zeitweise technische Einschränkungen des Onlineshops aus.
Im Neunmonatszeitraum erhöhte sich der Konzernumsatz leicht um 0,5 Prozent auf 3,61 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 9,0 Prozent auf 577,3 Millionen Euro, die Marge lag bei 16,0 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Onlinegeschäft gewinnt strategisch an Gewicht
In Zentralosteuropa, Südeuropa und Frankreich erzielte Douglas im E-Commerce zweistellige Zuwächse. Im stärker digitalisierten DACHNL-Geschäft ging der Onlineumsatz dagegen um 4,9 Prozent zurück. Konzernweit sank das Onlinegeschäft im Quartal um 1,0 Prozent. Bereinigt um Parfumdreams/Niche Beauty wuchs der digitale Premiumbereich um 0,6 Prozent.
Douglas erwartet langfristig eine weitere Verschiebung vom stationären zum digitalen Geschäft. Gleichzeitig legten kanalübergreifende Services wie Click & Collect Express um 18,2 Prozent zu. Der Konzern will deshalb stärker in digitale Einkaufserlebnisse und die Verzahnung der Vertriebskanäle investieren.
Exklusive Marken und Retail Media wachsen
Als Wachstumstreiber erwiesen sich exklusive Marken, deren Quartalsumsatz zweistellig zulegte. Douglas will diesen Teil des Sortiments weiter ausbauen und damit seine Positionierung gegenüber Wettbewerbern schärfen. Auch das Retail-Media-Geschäft entwickelte sich dynamisch und steigerte seinen Umsatz um 24 Prozent.
Die Cash-Generierung blieb trotz des Ergebnisrückgangs solide. Der Free Cashflow belief sich nach neun Monaten auf 399,2 Millionen Euro nach 412,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverschuldungsgrad lag Ende Juni einschließlich Mietverpflichtungen bei 3,1.
Douglas nimmt Filialnetz stärker unter die Lupe
Parallel zum Ausbau des digitalen Geschäfts überprüft Douglas seine stationären Standorte stärker anhand von Profitabilität und Kundenfrequenz. Neue Geschäfte sollen weiterhin selektiv eröffnet werden, insbesondere in Osteuropa. In Westeuropa stehen dagegen Modernisierungen und eine Anpassung des Filialnetzes an das veränderte Einkaufsverhalten im Vordergrund.
Damit bleibt Douglas grundsätzlich beim Omnichannel-Modell, verschiebt die Gewichtung aber stärker zum E-Commerce. Zusätzlich sollen konzernweite Strukturen und Prozesse standardisiert und vereinfacht werden.
Jahresprognose bleibt bestehen
Für 2025/2026 erwartet Douglas weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen null und einem Prozent auf 4,58 bis 4,63 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll rund 15 Prozent erreichen, der Nettoverschuldungsgrad zum Geschäftsjahresende zwischen 3,0 und 3,5 liegen.
Im vierten Kalenderquartal 2026 will der Konzern die Weiterentwicklung seiner Strategie „Let it Bloom“ vorstellen. Schwerpunkte sollen Technologie, E-Commerce, Cross-Channel-Services, ein profitableres Filialnetz, exklusive Marken und eine nachhaltige Preispositionierung bilden.






