Der europäische Einzelhandel zeigt im Februar 2026 ein gemischtes Bild. Während die Umsätze im Monatsvergleich leicht zurückgingen, bleibt im Jahresvergleich ein solides Wachstum bestehen. Die aktuellen Daten von Eurostat verdeutlichen die anhaltende Unsicherheit im Konsumklima innerhalb der Europäischen Union.
Leichter Rückgang im Monatsvergleich
Im Februar sank das saisonbereinigte Einzelhandelsvolumen gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent im Euroraum und um 0,3 Prozent in der gesamten EU. Damit folgt auf eine stabile Entwicklung im Januar eine moderate Abschwächung. Besonders betroffen war der Bereich Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren mit einem Rückgang von 0,5 Prozent.
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Unterschiedliche Entwicklung nach Segmenten
Während der Non-Food-Bereich im Euroraum stagnierte, verzeichnete er in der EU insgesamt ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. Dagegen entwickelte sich der Kraftstoffhandel positiv: Hier stiegen die Umsätze um 0,7 Prozent im Euroraum und um 1,0 Prozent in der EU.
Deutliche Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten
Die Entwicklung fiel innerhalb der Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich aus. Die stärksten Rückgänge wurden in Litauen, Polen und Slowenien registriert. Gleichzeitig konnten Malta, Bulgarien sowie Zypern und Portugal deutliche Zuwächse verbuchen. Diese Divergenz unterstreicht die unterschiedlichen wirtschaftlichen Dynamiken innerhalb der EU.
Solides Wachstum im Jahresvergleich
Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich ein deutlich stabileres Bild. Sowohl im Euroraum als auch in der EU legte das Einzelhandelsvolumen um 1,7 Prozent zu. Wachstumstreiber waren insbesondere Non-Food-Produkte mit einem Plus von 2,3 Prozent.
Gewinner und Verlierer im Jahresvergleich
Luxemburg, Malta und Bulgarien verzeichneten die stärksten Zuwächse im Jahresvergleich. Demgegenüber stehen Rückgänge in Rumänien, Slowenien und der Slowakei. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die wirtschaftliche Erholung innerhalb Europas weiterhin uneinheitlich vollzieht.
Insgesamt bleibt der europäische Einzelhandel auf Wachstumskurs, auch wenn kurzfristige Rückgänge auf eine fragile Konsumstimmung hinweisen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der leichte Abwärtstrend verstetigt oder lediglich eine temporäre Schwächephase darstellt.


