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Einzelhandel in Europa: Deutschland zählt zu den schwächsten Märkten

Mann und Frau beim Mode-Einkaufen
Foto: Sam Lion / Pexels

Key takeaways

Der Einzelhandel in der Eurozone verliert erneut an Schwung. Besonders Deutschland verzeichnet deutliche Rückgänge, während Nicht-Lebensmittel und osteuropäische Märkte den europäischen Handel weiterhin stabilisieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Einzelhandel in der Eurozone hat im März 2026 erneut an Dynamik verloren. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat sank das saisonbereinigte Handelsvolumen gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. In der gesamten Europäischen Union legte der Einzelhandel dagegen leicht um 0,3 Prozent zu.

Bereits im Februar war der Einzelhandel sowohl in der Eurozone als auch in der EU rückläufig gewesen. Trotz der schwachen Monatsentwicklung lagen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin im Plus.

Deutschland zählt zu den Schlusslichtern

Besonders schwach entwickelte sich der deutsche Einzelhandel. Im März gingen die Handelsumsätze gegenüber Februar um 2,1 Prozent zurück. Damit verzeichnete Deutschland unter den erfassten EU-Staaten den stärksten Rückgang.

Auch in Malta, Italien und Lettland lagen die Umsätze leicht unter dem Vormonatsniveau. Deutlich positive Entwicklungen meldeten dagegen Slowenien, Luxemburg und Belgien.

Im Jahresvergleich blieb Deutschland ebenfalls im Minus. Gegenüber März 2025 sank das Einzelhandelsvolumen um zwei Prozent und gehörte damit erneut zu den schwächsten Märkten innerhalb der Europäischen Union.

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Nicht-Lebensmittel stützen den Handel

Innerhalb der Eurozone entwickelte sich vor allem der Handel mit Nicht-Lebensmitteln positiv. Dieses Segment legte im Monatsvergleich um 0,6 Prozent zu. In der gesamten EU betrug das Wachstum sogar ein Prozent.

Dagegen gingen die Umsätze mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren leicht zurück. Besonders schwach blieb erneut das Geschäft mit Kraftstoffen. Die Verkäufe von Kraftstoff an spezialisierten Tankstellen sanken sowohl in der Eurozone als auch in der EU deutlich.

Im Jahresvergleich entwickelte sich der Handel mit Nicht-Lebensmitteln ebenfalls am stärksten. In der Eurozone lagen die Umsätze hier 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, in der EU sogar 3,1 Prozent.

Osteuropa bleibt Wachstumstreiber

Die stärksten jährlichen Zuwächse im Einzelhandel verzeichneten Bulgarien, Ungarn und Malta. Vor allem osteuropäische Märkte profitieren weiterhin von höheren Konsumausgaben und einem vergleichsweise robusten privaten Verbrauch.

Die Daten zeigen zugleich die unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb Europas. Während einige Länder weiterhin von steigender Nachfrage profitieren, bleibt die Konsumstimmung in großen Volkswirtschaften wie Deutschland gedämpft.

Konsumklima bleibt angespannt

Die schwachen Zahlen aus Deutschland spiegeln die weiterhin zurückhaltende Konsumstimmung wider. Hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und eine anhaltend vorsichtige Ausgabebereitschaft belasten den Einzelhandel weiterhin.

Besonders größere Anschaffungen und nicht notwendige Konsumausgaben werden vielerorts verschoben. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb im Handel hoch, während Verbraucherinnen und Verbraucher preisbewusster einkaufen.

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