Im Juli 2025 hat das Einzelhandelsvolumen im Euroraum um 0,5 % und in der EU um 0,4 % nachgegeben. Damit kehrt sich der positive Trend vom Juni – damals waren die Volumina noch um 0,6 % bzw. 0,5 % gestiegen – um. Die aktuellen Zahlen basieren auf ersten Schätzungen von Eurostat, dem Statistikamt der Europäischen Union.
Unterschiede je Warengruppe
Besonders betroffen war im Juli der Bereich der Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren: Hier ging das Absatzvolumen im Euroraum um 1,1 % zurück, in der EU um 0,9 %. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor (ohne Kraftstoffe) verzeichnete hingegen leichte Zuwächse von jeweils 0,2 %. Deutlich rückläufig war das Geschäft mit Kraftstoffen: Tankstellen meldeten ein Minus von 1,7 % im Euroraum und 1,3 % in der EU.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern
Unter den Mitgliedstaaten zeigten sich große Unterschiede: Kroatien (-4,0 %), Estland (-2,0 %) und Deutschland (-1,5 %) verzeichneten die stärksten monatlichen Rückgänge. Demgegenüber standen positive Entwicklungen in Litauen (+1,5 %), Lettland (+1,4 %) und den Niederlanden (+1,1 %).
Positive Entwicklung im Jahresvergleich
Im Vergleich zum Juli 2024 ergibt sich jedoch ein anderes Bild: Der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex stieg im Euroraum um 2,2 %, in der EU sogar um 2,4 %. Der Zuwachs erstreckt sich über alle Segmente – von Nahrungsmitteln (+0,9 % Euroraum; +0,7 % EU) über Nicht-Nahrungsmittel (+3,1 % bzw. +3,3 %) bis zu Kraftstoffen (+2,3 % bzw. +3,3 %).
Spitzenreiter beim jährlichen Wachstum waren Zypern (+8,5 %), Portugal (+6,1 %) und Bulgarien (+6,0 %). Einzig in Slowenien wurde ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr registriert (-0,7 %).
Revidierte Juni-Daten
Eurostat hat die Zahlen für Juni 2025 nachträglich leicht nach oben korrigiert: Im Euroraum wurde das Wachstum von +0,3 % auf +0,6 % und in der EU von +0,3 % auf +0,5 % angepasst. Auch der Jahresvergleich wurde von +3,1 % auf +3,5 % revidiert.


