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Weniger Strom, mehr Strategie: Energie im Handel 2025

Mehrere Glühbirnen in Nahaufnahme
Foto: Burak The Weekender / Pexels

Key takeaways

Die EHI-Studie zeigt, wie der Einzelhandel seinen Energieverbrauch durch gezielte Investitionen in moderne Technik und digitale Systeme reduziert. Während Food- und Nonfood-Händler unterschiedliche Schwerpunkte setzen, bleibt die Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme eine finanzielle Herausforderung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Energieverbrauch im Einzelhandel ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Eine aktuelle EHI-Studie zeigt, dass Investitionen in moderne Technik, vor allem im Bereich Digitalisierung und Energiemanagement, maßgeblich dazu beigetragen haben. Studienautor Benjamin Chini betont: Die Zukunft liegt in der vernetzten und strategischen Nutzung aller energierelevanten Systeme.

Sinkender Energieverbrauch im Food- und Nonfood-Handel

Seit 2018 verzeichnet der Energieverbrauch pro Quadratmeter Verkaufsfläche eine kontinuierliche Abnahme. Im Lebensmitteleinzelhandel sank der Stromverbrauch von 317 kWh/qm auf 289 kWh/qm im Jahr 2024, während der Nonfood-Bereich eine Reduktion von 103 auf 74 kWh/qm erzielte. Die zunehmende Integration von Wärmepumpen hat dabei zu einer Verlagerung des Energiebedarfs von Wärme zu Strom geführt.

Im Lebensmitteleinzelhandel entfallen 52 Prozent des Stromverbrauchs auf Kältetechnik. Beleuchtung und Lüftung folgen mit 20 bzw. 9 Prozent. Anders ist die Verteilung im Nonfood-Handel: Dort beanspruchen Beleuchtung (56 Prozent) und Klimatisierung (29 Prozent) die größte Strommenge.

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Strategische Investitionen in Effizienztechnologien

Um den Verbrauch weiter zu senken, setzt der Handel gezielt auf Investitionen. Im Food-Handel fließen 60 Prozent der Mittel in effiziente Kältetechnik, gefolgt von Beleuchtung (16 Prozent), regenerativer Energie (13 Prozent) sowie Klimatisierung (8 Prozent). Der Nonfood-Handel konzentriert sich mit 68 Prozent auf Beleuchtung und investiert zudem in Klimatisierung und erneuerbare Energien.

Auch bei der Wärmeeffizienz zeigen sich branchenspezifische Unterschiede: Während im Food-Handel Wärmerückgewinnung (35 Prozent) und Gebäudehüllen (25 Prozent) im Fokus stehen, dominieren im Nonfood-Bereich intelligente Steuerungssysteme mit 54 Prozent. Hier sind Investitionen in die Gebäudehülle kaum relevant, da viele Unternehmen in gemieteten Objekten agieren.

Hürden bei der Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme

Trotz Effizienzgewinnen erfolgt die vollständige Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme nur langsam. Bis 2030 planen 41 Prozent der befragten Unternehmen, maximal ein Viertel ihrer Heizungsanlagen umzustellen. Nur 9 Prozent streben eine vollständige Umrüstung an. Die hohe Investitionssumme stellt für viele Handelsunternehmen eine zentrale Barriere dar.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen: Der Einzelhandel ist auf einem guten Weg, setzt aber vor allem auf wirtschaftlich tragfähige und technisch realisierbare Lösungen. Die Digitalisierung des Energiemanagements und gezielte Investitionen bleiben die Schlüssel zur weiteren Reduktion des Energieverbrauchs.

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