ANZEIGE

ANZEIGE

Aktuelle Energiekrise: Ein Vergleich mit früheren Ölkrisen

Oeltanker und Produktion im Meer
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Steigende Ölpreise und der Nahostkrieg treiben Kraftstoff- und Heizkosten in Deutschland deutlich nach oben. Laut Destatis erinnern die aktuellen Entwicklungen zunehmend an frühere Ölkrisen und weltweite Energiepreisschocks.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Energiepreise in Deutschland sind im Frühjahr 2026 erneut deutlich gestiegen. Besonders Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich spürbar. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen die aktuellen Entwicklungen Parallelen zu früheren Ölkrisen und weltweiten Wirtschaftskrisen.

Im März 2026 lagen die Preise für Kraftstoffe an deutschen Tankstellen durchschnittlich 20 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Superbenzin verteuerte sich um 17,3 Prozent, Diesel sogar um 29,7 Prozent. Besonders stark fiel der Anstieg bei leichtem Heizöl aus, das im Jahresvergleich 44,4 Prozent teurer wurde.

Nahostkrieg verschärft Preisentwicklung

Als wesentliche Ursache gilt der Krieg im Nahen Osten sowie die damit verbundenen Unsicherheiten an den internationalen Energiemärkten. Besonders die Preisentwicklung bei Erdöl und Mineralölprodukten zog zuletzt deutlich an.

Die Importpreise für Erdöl lagen im März 2026 um 24,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Mineralölerzeugnisse verteuerten sich sogar um 48,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2026 stiegen die Preise nochmals kräftig an.

Bei Erdgas zeigt sich dagegen ein differenzierteres Bild. Zwar lagen die Gaspreise im Monatsvergleich ebenfalls höher, im Vergleich zum Vorjahr waren die Importpreise für Erdgas jedoch rückläufig. Ursache dafür ist vor allem das bereits hohe Preisniveau im Vorjahr.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Anstieg bleibt unter Niveau der Ukraine-Krise

Trotz der aktuellen Preiswelle fallen die Ausschläge bislang geringer aus als unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022. Damals hatten sich die Energiepreise innerhalb kurzer Zeit massiv erhöht.

Im März 2022 verteuerte sich Diesel im Jahresvergleich um mehr als 62 Prozent, Kraftstoffe insgesamt lagen fast 47 Prozent höher als im Vorjahr. Heizöl kostete zeitweise sogar mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Laut Destatis ist der aktuelle Anstieg deshalb weniger extrem, weil das Ausgangsniveau der Energiepreise bereits deutlich höher liegt als noch zu Beginn der Ukraine-Krise.

Historische Vergleiche zeigen ähnliche Muster

Die aktuellen Entwicklungen erinnern laut Statistischem Bundesamt an frühere Energiekrisen der vergangenen Jahrzehnte. Besonders die Ölkrisen der 1970er- und frühen 1980er-Jahre weisen ähnliche Muster auf.

Während der ersten Ölkrise 1973/74 stiegen die Preise für importiertes Erdöl zeitweise um mehr als 220 Prozent. Auch Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich damals massiv.

Ähnliche Ausschläge gab es während der zweiten Ölkrise 1979/80 infolge der Islamischen Revolution im Iran sowie während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09.

Belastung für Verbraucher und Wirtschaft bleibt hoch

Die steigenden Energiepreise wirken sich zunehmend auf Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen aus. Höhere Kosten für Mobilität, Heizen und Produktion verschärfen den Inflationsdruck und belasten die Kaufkraft.

Zugleich zeigen die Daten, wie stark geopolitische Krisen weiterhin auf internationale Rohstoff- und Energiemärkte durchschlagen. Besonders volatil bleiben derzeit die Märkte für Erdöl und raffinierte Mineralölprodukte.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored