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Eterna meldet Insolvenz an – Sanierung unter Eigenverwaltung geplant

Innenansicht eines Eterna Store
Foto: Eterna

Key takeaways

Die Eterna Mode GmbH hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Ziel ist eine umfassende Restrukturierung ohne externen Insolvenzverwalter. Die Marke kämpft seit der Pandemie mit wirtschaftlichem Druck und will sich nun im Rahmen eines gerichtlich begleiteten Sanierungsverfahrens neu aufstellen und den Fortbestand sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Eterna Mode GmbH hat beim Amtsgericht Passau einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Dies berichtet TextilWirtschaft Der traditionsreiche Hemden- und Blusenspezialist, gegründet 1863, sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel der Maßnahme ist eine umfassende Restrukturierung in eigener Verantwortung – ein Verfahren, das insbesondere mittelständischen Unternehmen helfen soll, sich unter Aufsicht, aber ohne externen Insolvenzverwalter, neu aufzustellen.

Wirtschaftlicher Druck nach Pandemie und Strukturwandel

Die Corona-Pandemie hatte Eterna hart getroffen. Bereits zuvor schwächelte der stationäre Modehandel, doch die Auswirkungen der Krise verschärften die Situation erheblich. Die Holding hatte schon 2021 ein Sanierungsverfahren nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) initiiert, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Langfristig konnte das jedoch die Ertragsprobleme nicht lösen.

Hinzu kamen personelle Turbulenzen an der Unternehmensspitze. Zwar wurde Anfang 2025 mit Christian Bregovac ein neuer CEO benannt, doch dieser verließ das Amt wieder, bevor er umfassende Impulse setzen konnte. Die operative Verantwortung liegt seither bei CSO Dirk Heper und CFO Herbert Oelke.

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Fortführung statt Abwicklung – Hoffnung auf Erhalt der Marke

Die nun gewählte Eigenverwaltung eröffnet Eterna die Möglichkeit, gemeinsam mit Gläubigern über Sanierungsschritte zu verhandeln. Ziel ist es, die Geschäftsaktivitäten fortzusetzen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Branchenanalysten werten die Entscheidung als Ausdruck struktureller Marktprobleme: Der stationäre Handel leidet unter sinkender Nachfrage, während digitale Wettbewerber und Billiganbieter den Preisdruck erhöhen. Gleichzeitig belasten steigende Produktionskosten die Margen klassischer Anbieter wie Eterna.

Welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden – etwa Filialschließungen, Verkauf von Geschäftsbereichen oder ein neues Vertriebskonzept – steht noch aus. Klar ist: Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um das Unternehmen neu aufzustellen. Trotz aller Herausforderungen sehen Branchenbeobachter Potenzial für eine erfolgreiche Neuausrichtung – vorausgesetzt, Eterna gelingt es, seine Marke zu stärken und wirtschaftlich tragfähig aufzustellen.

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