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Europäische Bezahllösungen wie Wero: HDE fordert effiziente Zahlungsinfrastruktur

WERO App Geldtransfer
Foto: Wero

Key takeaways

Der HDE begrüßt europäische Bezahllösungen wie Wero, warnt jedoch vor einer Überbewertung einzelner Anbieter. Nur durch kosteneffiziente Systeme, Echtzeitüberweisungen und den digitalen Euro könne eine wirklich unabhängige Zahlungsinfrastruktur entstehen, die den Handel unterstützt und die Dominanz globaler Player zurückdrängt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die Einführung neuer europäischer Bezahllösungen wie Wero grundsätzlich positiv. Diese könnten den Wettbewerb im Zahlungsverkehr beleben und die Abhängigkeit vom bisherigen Oligopol großer internationaler Zahlungsanbieter verringern. Zugleich mahnt der Verband in einem Statement zu mehr Weitblick: Wero allein reiche nicht aus, um eine nachhaltige, kosteneffiziente und unabhängige Zahlungsinfrastruktur in Europa zu etablieren.

HDE fordert neutrale und kostensparende Systeme

Laut Ulrich Binnebößel, Abteilungsleiter Zahlungsverkehr beim HDE, sei die Akzeptanz neuer Anbieter im Handel vor allem davon abhängig, wie effizient und kostenschonend die Zahlungsabwicklung funktioniere. „Europäische Lösungen müssen sich an bestehenden Systemen messen lassen – und sie im Idealfall übertreffen“, so Binnebößel. Besonders bei grenzüberschreitenden Zahlungen innerhalb Europas sieht er Potenzial für europäische Anbieter, sich durchzusetzen.

Für den Aufbau von Vertrauen im Handel sei es entscheidend, dass die neue Bezahllösung nicht nur funktional sei, sondern auch die Interessen des Handels berücksichtige. In der Anfangsphase seien es die Händler, die wesentlich zur Verbreitung und Bekanntheit eines neuen Systems beitragen. Dafür brauche es jedoch Verlässlichkeit und Kostenklarheit.

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Digitaler Euro bleibt für den Handel entscheidend

Wero wird von Binnebößel als erster Schritt angesehen – nicht jedoch als vollständige Lösung. Aus Sicht des HDE sei ein Mix aus verschiedenen Komponenten erforderlich, darunter insbesondere der digitale Euro und standardisierte SEPA-Echtzeitüberweisungen. Diese könnten nicht nur zusätzliche Anbieter ermöglichen, sondern auch den Handel selbst in die Lage versetzen, als Zahlungsauslösedienstleister aufzutreten.

Der digitale Euro spiele dabei eine Schlüsselrolle. Als anbieterneutrale Lösung, betrieben vom Eurosystem, könnte er eine Infrastruktur schaffen, die unabhängig von privatwirtschaftlichen Interessen agiert. Damit wäre ein echter Wettbewerb möglich – und ein Rückgang der Transaktionskosten wahrscheinlich.

Marktöffnung nur bei spürbarem Mehrwert

Die Botschaft des HDE ist deutlich: Der Handel ist offen für neue Lösungen – aber nicht um jeden Preis. Nur wenn europäische Bezahllösungen wie Wero effizienter arbeiten als bestehende Systeme und gleichzeitig anbieterunabhängige Alternativen wie der digitale Euro weiterentwickelt werden, könne sich eine wirklich tragfähige Infrastruktur herausbilden. Das Ziel bleibt klar: ein neutraler, sicherer und kostengünstiger Zahlungsverkehr in Europa, der dem Handel langfristige Perspektiven bietet.

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