Der Außenhandel der Eurozone hat sich im August 2026 deutlich verschlechtert. Nach ersten Berechnungen des europäischen Statistikamtes Eurostat überstiegen die Warenimporte die Exporte um 16,1 Milliarden Euro. Im August 2025 hatte das Defizit lediglich 1,7 Milliarden Euro betragen. Für die gesamte Europäische Union meldete Eurostat einen negativen Handelssaldo von 25,2 Milliarden Euro.
Importe steigen stärker als Ausfuhren
Die Warenexporte des Euroraums in Länder außerhalb der Währungsunion erreichten im August 227,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Zuwachs von 9,9 Prozent.
Die Einfuhren erhöhten sich dagegen um 16,7 Prozent auf 243,8 Milliarden Euro. Im Juli 2026 hatte die Eurozone noch einen Handelsüberschuss von 10,7 Milliarden Euro erzielt.
Besonders deutlich verschlechterte sich die Handelsbilanz bei Maschinen und Fahrzeugen. Aus einem Überschuss von 7,2 Milliarden Euro im August 2025 wurde ein Defizit von 0,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig vergrößerte sich das Minus im Energiehandel von 21,3 auf 26,7 Milliarden Euro.
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Auch EU-Außenhandel deutlich im Minus
In der gesamten Europäischen Union stiegen die Warenexporte gegenüber August 2025 um 9,4 Prozent auf 202,9 Milliarden Euro. Die Importe legten mit 18,2 Prozent wesentlich stärker auf 228,0 Milliarden Euro zu.
Dadurch weitete sich das EU-Handelsdefizit von 7,5 auf 25,2 Milliarden Euro aus. Im Juli hatte die EU noch einen Überschuss von 4,0 Milliarden Euro ausgewiesen.
Auch hier belasteten Maschinen, Fahrzeuge und Energie die Handelsbilanz. Das Energiedefizit erhöhte sich auf 31,4 Milliarden Euro.
Handelsbilanz seit Jahresbeginn verschlechtert
Von Januar bis August 2026 verzeichnete der Euroraum ein kumuliertes Handelsdefizit von 5,4 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte noch ein Überschuss von 90,9 Milliarden Euro bestanden.
Die gesamte EU meldete für die ersten acht Monate ein Defizit von 46,1 Milliarden Euro, nachdem ein Jahr zuvor ein Überschuss von 76,4 Milliarden Euro erzielt worden war.
Während die Ausfuhren nur moderat zunahmen, stiegen die Einfuhren deutlich kräftiger. Die Eurostat-Zahlen zeigen damit eine spürbare Verschlechterung der europäischen Warenhandelsbilanz im bisherigen Jahresverlauf.


