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Außenhandel 2025: Deutschlands Export stagniert trotz globaler Krisen

Dock am Hamburger Hafen
Hafen Hamburg-Süd, Foto: Wolfgang Weiser / Pexels

Key takeaways

Der BGA warnt vor dem Verlust internationaler Marktanteile: Die deutsche Exportbilanz 2025 zeigt trotz stabiler Zahlen strukturelle Schwächen. Präsident Dirk Jandura fordert einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik, um Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz internationaler Herausforderungen wie protektionistischen Handelsstrategien der USA, geopolitischen Spannungen und einer schwachen Weltkonjunktur hat der deutsche Außenhandel im Jahr 2025 erneut seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Doch während sich die Exporteure flexibel zeigen, offenbaren die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts strukturelle Schwächen, die Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Schwacher Außenhandelsüberschuss als Warnsignal

Die Exporte legten 2025 nominal lediglich um rund ein Prozent zu, während die Importe um 4,4 Prozent stiegen. Damit verlor der Export seine traditionelle Rolle als Konjunkturtreiber. Besonders gravierend wirkt sich der Rückgang des Außenhandelsüberschusses um 15 Prozent aus – der stärkste Rückgang außerhalb der Pandemiezeit. Für den Präsidenten des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dr. Dirk Jandura, ist dies ein klares Warnsignal: Ohne bessere politische Rahmenbedingungen drohe ein nachhaltiger Verlust von Marktanteilen.

Im Dezember 2025 stiegen die Exporte laut Destatis saisonbereinigt um 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Importe um 1,4 Prozent. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Exportzuwachs von 2,7 Prozent im Vergleich zu Dezember 2024 – ein Zeichen relativer Stabilität, aber kein Indiz für eine Erholung.

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BGA fordert Kurswechsel der Politik

Laut Jandura zeigt die Exportbranche zwar eine hohe Resilienz, doch Stillstand im internationalen Wettbewerb komme einem Rückschritt gleich. Die Ursachen der strukturellen Schwäche – wachsende regulatorische Lasten, hohe Energiepreise und schleppende politische Unterstützung – seien seit Langem bekannt, würden jedoch ignoriert.

Der BGA fordert daher einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, wettbewerbsfähige Energiepreise sowie eine aktive und strategisch ausgerichtete Handelspolitik. Die Politik müsse handeln – in Berlin ebenso wie in Brüssel –, um Deutschlands Rolle im Welthandel zu sichern und wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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