Die deutschen Exporte in den Iran sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes sank das Exportvolumen um 24,5 Prozent auf 961,6 Millionen Euro. Damit setzt sich der langfristige Abwärtstrend im bilateralen Handel fort.
Deutlicher Rückgang seit Wiedereinführung der Sanktionen
Im Vergleich zu 2018, dem Jahr vor der erneuten Verschärfung der US-Sanktionen, sind die deutschen Ausfuhren in den Iran um mehr als 64 Prozent eingebrochen. Auch die Importe aus dem Iran gingen seitdem deutlich zurück, wenn auch weniger stark. 2025 lagen sie bei 234,5 Millionen Euro und damit leicht über dem Vorjahresniveau.
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Iran verliert weiter an Bedeutung im Außenhandel
In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportmärkte fiel der Iran 2025 auf Platz 72 zurück. Noch 2018 hatte das Land Rang 51 belegt. Auch bei den Importen spielt der Iran inzwischen eine untergeordnete Rolle und rangiert nur noch auf Platz 99 der wichtigsten Handelspartner.
Maschinen bleiben wichtigstes Exportgut
Trotz des Rückgangs dominieren weiterhin klassische Industriegüter die deutschen Exporte. Maschinen machten mit 248,4 Millionen Euro den größten Anteil aus, gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen und chemischen Produkten. Besonders stark war der Rückgang bei Maschinenexporten.
Lebensmittel prägen Importe aus dem Iran
Auf der Importseite dominieren Nahrungsmittel deutlich. Sie machten rund zwei Drittel der Einfuhren aus, wobei insbesondere Pistazien eine zentrale Rolle spielen. Daneben werden auch pharmazeutische Produkte sowie Textilien wie Teppiche importiert.
Deutlicher Exportüberschuss bleibt bestehen
Deutschland erzielte auch 2025 einen klaren Handelsüberschuss gegenüber dem Iran. Die Exporte überstiegen die Importe um mehr als 700 Millionen Euro, wenngleich dieser Überschuss im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesunken ist.
Schwacher Start ins Jahr 2026
Die Entwicklung setzt sich auch im laufenden Jahr fort. In den ersten beiden Monaten 2026 brachen die Exporte in den Iran erneut stark ein – um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Importe legten dagegen leicht zu.
Immer weniger Unternehmen aktiv
Parallel zum Handelsrückgang sinkt auch die Zahl der beteiligten Unternehmen deutlich. Während 2018 noch mehr als 6.600 Firmen im Iran-Geschäft aktiv waren, waren es 2024 nur noch rund 2.500. Besonders stark ging die Zahl der Exporteure zurück.
Strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen
Die Zahlen verdeutlichen die anhaltenden strukturellen Probleme im Handel mit dem Iran. Politische Rahmenbedingungen, Sanktionen und wirtschaftliche Unsicherheiten belasten die Geschäftsbeziehungen weiterhin und erschweren eine kurzfristige Erholung.


