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Studie: Fleischalternativen überzeugen – doch Loyalität bleibt schwach

Vegane Pflanzensteaks auf einem Teller
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Ein Drittel der Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz will weniger Fleisch konsumieren. Ein neuer YouGov-Report analysiert Markttrends, Kaufmotive und Barrieren im Fleischersatzmarkt. Trotz hoher Probierbereitschaft gelingt es nur wenigen Marken, Konsumenten langfristig zu binden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Fleischersatzprodukte rücken zunehmend in den Fokus der Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einer neuen YouGov-Studie zufolge planen rund ein Drittel der Menschen in der DACH-Region, den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren. Gleichzeitig zeigen sich teils deutliche Unterschiede in den Erwartungen an fleischfreie Alternativen – sowohl hinsichtlich Geschmack als auch Verarbeitung und Produktbezeichnung.

Konsumwille hoch, Markentreue niedrig

Der Report „Fleischersatz im DACH-Raum“ untersucht umfassend den Markt für Fleisch- und Wurstersatzprodukte in der Region. Besonders auffällig: Zwar greifen rund 70 Prozent der Menschen zumindest gelegentlich zu veganen oder vegetarischen Alternativen, die Loyalität zu bestimmten Marken bleibt jedoch gering. Viele Anbieter verlieren Konsumenten entlang des Kauftrichters – vom ersten Kontakt bis hin zur Wiederkaufsrate.

Mit Hilfe eines sogenannten Brand Funnels analysiert der Report über 20 Marken im Fleischersatzbereich. Dabei wird sichtbar, an welchen Stellen potenzielle Kunden abspringen und wo ungenutzte Potenziale zur Markenbindung bestehen. Dies liefert wertvolle Hinweise für Hersteller und Handel, um Kommunikation und Positionierung gezielter zu gestalten.

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Geschmack, Preis und Verarbeitung bleiben Hürden

Zentrale Kaufmotive sind laut Studie Umweltaspekte, Tierwohl und gesundheitliche Gründe. Dennoch existieren weiterhin relevante Barrieren, vor allem hinsichtlich des Geschmacks, der Preisgestaltung und der wahrgenommenen Verarbeitungstiefe der Produkte. Diese Hürden zeigen sich länderspezifisch unterschiedlich stark ausgeprägt.

So legen etwa 44 Prozent der Befragten in Österreich großen Wert auf eine geschmackliche Nähe zu echtem Fleisch, während dieser Aspekt in der Schweiz nur für 26 Prozent wichtig ist. Deutschland bewegt sich mit 32 Prozent zwischen diesen beiden Polen. Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch bei optischen Merkmalen und der Benennung der Produkte.

Die Ergebnisse machen deutlich: Der Fleischersatzmarkt ist in Bewegung, birgt aber noch zahlreiche Herausforderungen für Anbieter. Wer es schafft, Geschmack, Transparenz und Preis-Leistung zu vereinen, kann sich langfristig im Markt etablieren.

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