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Getränkemarkt 2026: Wasser und funktionale Drinks legen deutlich zu

Wasserflaschen mit rotem Deckel
Foto: Unsplash

Key takeaways

➟ Energy-Drinks, funktionale Getränke und Wasser wachsen im ersten Halbjahr 2026. YouGov-Daten zeigen steigende Umsätze und Absätze. Besonders die Generation Z interessiert sich für Zusatzstoffe und selbst gemixte Getränke.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Markt für alkoholfreie Getränke in Deutschland entwickelt sich wieder positiv. Nach aktuellen Daten von YouGov verzeichneten insbesondere Energy-Drinks, Sportgetränke und Wasser im ersten Halbjahr 2026 Zuwächse. Gleichzeitig steigt das Interesse an Getränken mit Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren funktionalen Inhaltsstoffen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei der Generation Z.

Energy-Drinks steigern Absatz um 15,4 Prozent

Nach Auswertungen des YouGov-Shopper-Haushaltspanels legte der Umsatz mit Energy-Drinks im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent zu. Die verkaufte Menge erhöhte sich sogar um 15,4 Prozent.

Auch andere funktionale Getränkekategorien entwickelten sich positiv. Sportgetränke, darunter isotonische Produkte, erzielten ein Umsatzwachstum von 7,6 Prozent.

Bei Nearwater-Getränken, also wasserbasierten Produkten mit Zusätzen wie Kräutern oder Vitaminen, stieg der Umsatz um 6,9 Prozent.

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Gen Z achtet besonders auf Zusatzstoffe

Eine ergänzende YouGov-Befragung zeigt, dass 40 Prozent der erwachsenen Verbraucher in Deutschland beim Getränkekauf auf funktionale Inhaltsstoffe achten.

Unter Angehörigen der Generation Z liegt dieser Anteil bei 60 Prozent. Die jüngeren Konsumenten interessieren sich damit überdurchschnittlich häufig für Produkte mit einem zusätzlichen ernährungsbezogenen Nutzen.

Für Getränkehersteller und den Lebensmittelhandel gewinnen entsprechende Rezepturen und Produktkonzepte an Bedeutung.

Selbst gemixte Getränke werden beliebter

Neben trinkfertigen Produkten wächst das Interesse an individuell zubereiteten Getränken.

Laut YouGov stellen 34 Prozent der Erwachsenen ihre Getränke heute häufiger selbst zusammen als noch vor zwei Jahren. Dazu zählen beispielsweise Mischungen mit Proteinpulver, Elektrolyten oder selbst zubereitete Smoothies.

Bei der Generation Z beträgt dieser Anteil 59 Prozent. Zudem informiert sich die Hälfte dieser Altersgruppe aktiv über neue Getränkemarken, Rezepte und Social-Media-Trends.

Von dieser Entwicklung profitieren Anbieter von Getränkepulvern und Sirupen. Ein Beispiel ist die Berliner Marke HOLY mit Produkten für Energy-, Hydration- und weitere Getränkekategorien.

Wasser verzeichnet Absatz- und Umsatzwachstum

Auch klassisches Wasser gewinnt wieder an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich der Umsatz laut YouGov Shopper um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Absatzmenge stieg gleichzeitig um 4,1 Prozent. Damit entwickelt sich Wasser sowohl wert- als auch mengenmäßig positiv.

Eine ältere YouGov-Befragung aus dem Jahr 2023 zeigt zudem, welche Varianten Verbraucher bevorzugen: Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt lag damals mit 21 Prozent knapp vor stillem Leitungswasser mit 20 Prozent.

Neue Chancen für den Getränkehandel

Die Ergebnisse verdeutlichen zwei Entwicklungen im deutschen Getränkemarkt: Einerseits wächst die Nachfrage nach Produkten mit zusätzlichen Inhaltsstoffen, andererseits steigt der Konsum von Wasser.

Für den Lebensmittelhandel ergeben sich daraus Chancen bei der Sortimentsgestaltung. Neben klassischen Erfrischungsgetränken gewinnen Energy-Drinks, Sportgetränke und Produkte zur individuellen Zubereitung an Relevanz.

Die Ergebnisse beruhen auf einer YouGov-Omnibusbefragung sowie Daten des YouGov-Shopper-Haushaltspanels.

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