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Keine Erholung: Konsumklima in Deutschland weiter unter Druck

Geldbörse mit mehreren Euro-Scheinen und Münzen als Symbol für Konsumklima
Foto: Frauke Riether / Pixabay

Key takeaways

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt auch im Juli 2025 gedrückt. Während die Einkommenserwartungen steigen, sinken Konjunktur- und Anschaffungsneigung spürbar. Die Sparneigung erreicht ein neues Hoch. GfK und NIM sehen in Unsicherheit und hohen Preisen zentrale Ursachen für die anhaltend schwache Konsumlaune.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Verbraucherstimmung verharrt auch im Juli 2025 auf niedrigem Niveau und zeigt erneut keine klare Aufwärtstendenz. Trotz steigender Einkommenserwartungen trüben sich die Konjunkturaussichten deutlich ein. Die Bereitschaft der Konsumenten zu größeren Anschaffungen sinkt, während gleichzeitig die Sparneigung weiter zunimmt. Dies geht aus den aktuellen Ergebnissen des GfK Konsumklimas hervor, das gemeinsam von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erhoben wird.

Konsumklima sinkt erneut leicht

Der Konsumklima-Index prognostiziert für August 2025 einen Rückgang um 1,2 Punkte auf -21,5 Zähler. Bereits im Vormonat war ein Minus von 20,3 Punkten gemeldet worden. Ausschlaggebend für den erneuten Rückgang ist die Kombination aus sinkender Anschaffungsneigung und steigender Sparneigung. Letztere kletterte im Juli um 2,5 Punkte auf 16,4 – der höchste Wert seit Februar 2024.

Laut Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, halten viele Verbraucher das Sparen nach wie vor für die bessere Option. Hohe Lebensmittelpreise, wirtschaftliche Unsicherheit und das Bedürfnis nach Vorsorge in schwierigen Zeiten sind zentrale Ursachen für die Zurückhaltung.

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Einkommenserwartungen im Aufwärtstrend

Positiv entwickelt sich hingegen die Einkommenserwartung: Der entsprechende Indikator stieg im Juli um 2,4 Zähler auf 15,2 Punkte und erreichte damit ein 12-Monats-Hoch. Dies ist der fünfte Anstieg in Folge. Als Gründe gelten unter anderem stabile Tarifabschlüsse, gestiegene Renten sowie eine Inflationsrate von nur noch 2,0 Prozent – exakt dem Ziel der Europäischen Zentralbank.

Konsumenten zögern bei Anschaffungen

Trotz positiver Einkommensaussichten zeigt sich die Konsumfreude gedämpft. Die Anschaffungsneigung sank um 3 Punkte auf -9,2 Zähler. Damit setzt sich die Zurückhaltung bei größeren Ausgaben fort – ein Wert unter -10 war zuletzt im Februar 2025 gemessen worden. Unsicherheit und mangelnde Planungssicherheit hemmen offenbar die Investitionsbereitschaft der Haushalte.

Konjunkturerwartung bricht deutlich ein

Die Konjunkturerwartung hat im Juli einen spürbaren Dämpfer erhalten. Der Indikator fiel von 20,1 auf 10,1 Punkte – ein Rückgang um exakt zehn Zähler. Im Vorjahresvergleich beträgt der Anstieg damit nur noch marginale 0,3 Punkte. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die US-Zollpolitik, die auf die Stimmung der Konsumenten drückt.

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