Die GLS Group hat ihr europäisches Out of Home-Netzwerk in den vergangenen zwei Jahren massiv ausgebaut und die Anzahl der Standorte nahezu verdoppelt. Von ehemals 70.000 gibt es laut GLS inzwischen 130.000 GLS Points, bestehend aus rund 100.000 Paketshops und 30.000 Paketstationen. Damit gehört GLS zu den am schnellsten wachsenden OOH-Anbietern in Europa. Der Ausbau folgt dem steigenden Bedarf an flexiblen Zustelloptionen, die vor allem in dicht besiedelten Regionen und während saisonaler Spitzen gefragt sind.
Deutlich wachsendes Paketvolumen und strategische Ziele bis 2030
Während der Peak Season 2025 verzeichnete GLS ein um 43 Prozent höheres OOH-Paketvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen werden europaweit 29 Prozent aller B2C-Pakete an OOH-Standorte zugestellt – ein Trend, der sich vor allem in Deutschland, Italien, der Tschechischen Republik und Polen verstärkt. Parallel zum Shopnetz baut GLS die Zahl eigener Paketstationen aus und plant bis 2030 den Betrieb von 30.000 eigenen Lockern. Gleichzeitig soll das PUDO-Netz über lokale Handels- und Logistikpartner deutlich erweitert werden.
GLS verfolgt dabei nicht nur Wachstumsziele, sondern auch eine Stärkung der Servicequalität. „Im Out of Home-Sektor steckt immenses Potenzial“, sagt Jascha Waffender, Director Out of Home bei GLS Germany. Partnerschaften – etwa mit DPD oder regionalen Handelsketten – sollen ein flächendeckendes und effizient nutzbares OOH-Ökosystem schaffen. In Deutschland stehen Kundinnen und Kunden bereits über 10.000 GLS Points zur Verfügung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Länderübergreifende Expansion und starke Rolle der IDS-Gruppe
Die europäische Expansion wird zudem durch Synergien innerhalb der International Distribution Services-Gruppe (IDS) unterstützt, zu der GLS ebenso wie Royal Mail gehört. Das britische Schwesterunternehmen hat seine OOH-Infrastruktur innerhalb eines Jahres um 80 Prozent ausgebaut und betreibt heute mehr als 25.000 Paketpunkte. Bis 2030 sollen es 45.000 werden.
Auch in anderen Märkten wächst das Netz rasant: In Italien entstanden durch die Übernahme von ProntoPacco über 10.000 neue GLS Points; in Tschechien machen GLS und DPD erstmals ihre Paketstationen gegenseitig nutzbar. In Ungarn zählt GLS eines der größten Netzwerke des Landes mit über 2.700 Paketstationen, und in Polen kamen bis Ende 2025 rund 18.000 neue Standorte hinzu. Die Niederlande profitieren durch die Kooperation mit PostNL von 1.200 zusätzlichen Paketstationen.
Mit insgesamt über 120 Hubs, 1.600 Depots und einem europaweit vernetzten Transport- und Zustellsystem bewegt die GLS Group täglich Millionen Pakete. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 5,9 Milliarden Euro und transportierte 926 Millionen Pakete. Der wachsende Anteil von Out of Home-Sendungen zeigt, wie stark sich der Markt in Richtung flexibler Zustellmodelle entwickelt.


