Google steht in den USA erneut im Fokus juristischer Auseinandersetzungen. Eine Sammelklage, über die die Plattform TopClassActions berichtet, wirft dem Konzern vor, sensible Nutzerdaten über seine Werbetechnologie an chinesische Unternehmen wie Temu und Baidu weitergegeben zu haben. Die Vorwürfe betreffen zentrale Mechanismen des digitalen Werbegeschäfts und könnten weitreichende Folgen haben.
Vorwürfe gegen Googles Werbe- und Tracking-Systeme
Nach Darstellung der Kläger wurden beim Besuch von Websites über Googles Tracking-Technologien personenbezogene Daten erfasst und an Drittunternehmen übermittelt. Dazu zählen unter anderem IP-Adressen, Gerätekennungen und weitere technische Informationen. Diese Daten sollen über bestehende Integrationen im Werbenetzwerk an externe Partner geflossen sein, ohne dass Nutzer ausreichend informiert wurden oder zugestimmt haben.
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Möglicher Verstoß gegen neue US-Sicherheitsregeln
Im Zentrum der Klage steht eine seit 2025 geltende Regel des US-Justizministeriums, die die Übertragung sensibler Daten an Unternehmen aus bestimmten Staaten einschränkt. Dazu zählt auch China. Die Kläger argumentieren, dass Googles Datenpraktiken gegen diese Vorgaben verstoßen könnten. Zudem habe das Unternehmen die regulatorischen Anforderungen gekannt oder kennen müssen.
Weitere Datenschutzgesetze im Fokus
Neben den nationalen Sicherheitsvorschriften werden auch Verstöße gegen bestehende Datenschutzgesetze geltend gemacht. Dazu gehören Regelungen zum Schutz elektronischer Kommunikation sowie spezifische Gesetze in Kalifornien. Die Kläger werfen Google vor, Kommunikationsdaten gezielt erfasst und an externe Akteure weitergegeben zu haben.
Mögliche finanzielle und strategische Folgen
Die Klage zielt auf Schadensersatz, Gewinnabschöpfung und Unterlassungsmaßnahmen ab. Zudem wird ein Geschworenenverfahren gefordert. Für Google erhöht sich damit der Druck auf ein Geschäftsmodell, das stark von der Verarbeitung und Nutzung von Nutzerdaten abhängt. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten nicht nur finanzielle Belastungen entstehen, sondern auch strukturelle Anpassungen im Werbegeschäft notwendig werden.






