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Greenpeace mahnt: Gefährliche Chemikalien in Shein-Produkten

Smartphone mit großem Shein-Logo
Foto: Markus Mainka / Shutterstock

Key takeaways

Laut Greenpeace enthält ein Drittel der getesteten Shein-Produkte weiterhin Chemikalien über EU-Grenzwerten. Trotz Ankündigungen bleiben gesundheits- und umweltschädliche Stoffe in der Kleidung nachweisbar. Greenpeace fordert gesetzliche Maßnahmen gegen Fast Fashion, um die Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung einzudämmen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

In Kleidung des chinesischen Online-Händlers Shein wurden erneut Chemikalien festgestellt, die teilweise über den in der EU geltenden Grenzwerten liegen. Das geht aus einer Untersuchung von Greenpeace Deutschland hervor. Die Umweltschutzorganisation ließ 56 Kleidungsstücke analysieren, darunter auch Kinderkleidung. In 18 Fällen (32 Prozent) wurden gesundheits- und umweltschädliche Stoffe wie Phthalate und PFAS nachgewiesen, sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, die im Verdacht stehen, unter anderem Krebs, hormonelle Störungen oder eine Schwächung des Immunsystems zu verursachen.

Belastungen trotz Ankündigungen weiter vorhanden

Bereits 2022 hatte Greenpeace bei einem ähnlichen Test Chemikalien in Shein-Produkten oberhalb der EU-Grenzwerte festgestellt. Der Konzern zog betroffene Produkte zurück und kündigte Verbesserungen im Chemikalienmanagement an. Laut dem aktuellen Bericht „Schäm dich, Shein“ zeigen sich jedoch weiterhin signifikante Belastungen. Greenpeace kritisiert, dass bereits beanstandete Produktarten in sehr ähnlicher Form erneut angeboten wurden – mit identischer Belastung.

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Verbraucher und Umwelt betroffen

Die potenziellen Risiken betreffen nicht nur die Produktionsländer, sondern auch Verbraucher, die mit den Chemikalien über Hautkontakt, Schweiß oder eingeatmete Fasern in Berührung kommen können. Beim Waschen gelangen die Stoffe zudem in Abwasser und Umwelt. Die anhaltende Verfügbarkeit solcher Produkte deute laut Greenpeace auf strukturelle Defizite im Chemikalienmanagement des Unternehmens hin.

Fast-Fashion-Modell im Fokus der Kritik

Greenpeace stellt das gesamte Geschäftsmodell von Shein infrage. Die Plattform verzeichnet laut Angaben der Organisation über 363 Millionen monatliche Besuche und bietet mehr als 500.000 Kleidungsstücke gleichzeitig an – deutlich mehr als vergleichbare Anbieter. Dieses Volumen führt nicht nur zu einem hohen Ressourcenverbrauch, sondern auch zu enormen Mengen an Textilabfällen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, schlägt Greenpeace ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild vor. Es beinhaltet unter anderem eine Sonderabgabe auf besonders günstige Kleidung, Werbeverbote für Fast-Fashion sowie eine Förderung der Kreislaufwirtschaft.

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