Die Preise im deutschen Großhandel sind im Juni 2026 erneut gestiegen, wenn auch mit leicht abgeschwächtem Tempo. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie laut Statistischem Bundesamt um 4,9 Prozent zu, während sie gegenüber dem Vormonat erstmals seit längerer Zeit wieder rückläufig waren.
Energiepreise als Haupttreiber
Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung hatten erneut Energieprodukte. Insbesondere Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich und lagen mehr als 20 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Hintergrund sind geopolitische Spannungen und Konflikte im Nahen Osten, die die globalen Energiemärkte erheblich beeinflussen.
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Rohstoffe und Metalle ziehen stark an
Neben Energie verteuerten sich auch zahlreiche Rohstoffe spürbar. Besonders ausgeprägt war der Preisanstieg bei Nicht-Eisen-Metallen und entsprechenden Halbzeugen, die im Jahresvergleich um über 30 Prozent zulegten. Auch chemische Erzeugnisse sowie Stahlprodukte wurden teurer, was auf anhaltend hohe Produktionskosten und globale Nachfrage zurückzuführen ist.
Rückgänge bei Agrar- und Lebensmittelpreisen
Während Energie und industrielle Vorprodukte teurer wurden, entwickelten sich einige Agrar- und Lebensmittelpreise gegenläufig. So gingen die Preise für lebende Tiere sowie für Produkte wie Kaffee, Tee oder Gewürze deutlich zurück. Auch Milchprodukte und Speisefette verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahr.
Leichte Entspannung im Monatsvergleich
Im Vergleich zum Mai 2026 sanken die Großhandelspreise insgesamt um 0,7 Prozent. Dieser Rückgang ist vor allem auf kurzfristige Preisbewegungen bei Energie und Rohstoffen zurückzuführen. Dennoch bleibt das Preisniveau insgesamt hoch, was weiterhin Auswirkungen auf nachgelagerte Wirtschaftsstufen und Verbraucherpreise haben dürfte.






