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Großhandelspreise steigen weiter – Energie und Metalle treiben Inflation

Vogelperspektive auf eine Beladung eines Schiffes
Foto: Tom Fisk / Pexels

Key takeaways

Die Großhandelspreise in Deutschland steigen weiterhin deutlich, wenn auch langsamer als zuvor. Vor allem Energie und Metalle treiben die Entwicklung, während einige Lebensmittelpreise sinken und im Monatsvergleich erstmals wieder ein leichter Rückgang verzeichnet wird.

Lesezeit ca. 1 Minute

Die Preise im deutschen Großhandel sind im Juni 2026 erneut gestiegen, wenn auch mit leicht abgeschwächtem Tempo. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie laut Statistischem Bundesamt um 4,9 Prozent zu, während sie gegenüber dem Vormonat erstmals seit längerer Zeit wieder rückläufig waren.

Energiepreise als Haupttreiber

Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung hatten erneut Energieprodukte. Insbesondere Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich und lagen mehr als 20 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Hintergrund sind geopolitische Spannungen und Konflikte im Nahen Osten, die die globalen Energiemärkte erheblich beeinflussen.

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Rohstoffe und Metalle ziehen stark an

Neben Energie verteuerten sich auch zahlreiche Rohstoffe spürbar. Besonders ausgeprägt war der Preisanstieg bei Nicht-Eisen-Metallen und entsprechenden Halbzeugen, die im Jahresvergleich um über 30 Prozent zulegten. Auch chemische Erzeugnisse sowie Stahlprodukte wurden teurer, was auf anhaltend hohe Produktionskosten und globale Nachfrage zurückzuführen ist.

Rückgänge bei Agrar- und Lebensmittelpreisen

Während Energie und industrielle Vorprodukte teurer wurden, entwickelten sich einige Agrar- und Lebensmittelpreise gegenläufig. So gingen die Preise für lebende Tiere sowie für Produkte wie Kaffee, Tee oder Gewürze deutlich zurück. Auch Milchprodukte und Speisefette verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahr.

Leichte Entspannung im Monatsvergleich

Im Vergleich zum Mai 2026 sanken die Großhandelspreise insgesamt um 0,7 Prozent. Dieser Rückgang ist vor allem auf kurzfristige Preisbewegungen bei Energie und Rohstoffen zurückzuführen. Dennoch bleibt das Preisniveau insgesamt hoch, was weiterhin Auswirkungen auf nachgelagerte Wirtschaftsstufen und Verbraucherpreise haben dürfte.

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