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HDE rechnet mit 5.000 Schließungen von Ladengeschäften in 2024

Sorry We're Closed Schild am Schaufenster eines Ladengeschäfts
Foto: Chris Panas / Pexels

Die Einzelhandelslandschaft in Deutschland steht spätestens seit der Corona-Phase vor großen strukturellen Herausforderungen. Nach der Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) werden im Jahr 2024 etwa 5.000 Geschäfte endgültig schließen. Dieser Trend ist Teil einer seit 2020 beobachteten Entwicklung, in deren Rahmen bis Ende 2024 insgesamt 46.000 Geschäfte ihre Türen für immer verschlossen haben werden. Trotz noch immer leicht steigenden Frequenzen der Top-Einkaufsstraßen unterstreichen diese Zahlen die zunehmende Verschlechterung der Lage in vielen deutschen Städten.

Zur Relation: In Deutschland gibt es 82 Großstädte (über 100.000 Einwohner) und 629 sogenannte Mittelstädte (über 20.000 Einwohner). Wenn man die insgesamt ca. 700 deutschen Städte den 5.000 prognostizierten Schließungen entgegen stellt, entspricht dies gerundet ca. 7 Geschäftsschließungen pro Stadt.

Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des HDE, betont die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen. Das Einkaufserlebnis, als ein Hauptgrund für den Besuch von Innenstädten, leidet unter dem Wegfall von Geschäften. Die daraus resultierende Verödung der Stadtzentren sei nur durch eine kooperative Anstrengung aller Beteiligten aus Handel, Kommunen, Gastronomie und Kultur zu verhindern. Dazu zählen auch verstärkte Bemühungen um die Online-Präsenz, die in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat​​​​.

Genth fordert eine zentrale Koordinierungsstelle für die verschiedenen Förderprogramme und Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte. Hierbei hebt er die Notwendigkeit einer „Innenstadt-Akademie“ hervor, analog zu den aktuellen Bemühungen zur Entwicklung des ländlichen Raums. Ein erster Schritt sei bereits durch die Sammlung von bundesweiten Best-Practice-Beispielen getan, welche die Basis für effektive Maßnahmen bilden könnten​​.

Die aktuelle Situation des Einzelhandels, gekennzeichnet durch einen realen Umsatzrückgang von 3,3% im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr, trotz eines nominalen Umsatzanstiegs von 2,3%, verdeutlicht die Komplexität der Herausforderungen, mit denen Händler konfrontiert sind.

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