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IKKS-Gruppe gerettet – doch Hälfte der Jobs fällt weg

Innenansicht eines IKKS Store
Foto: IKKS

Key takeaways

Die französische Modemarke IKKS wird übernommen – rund 500 Stellen fallen weg. Das Pariser Wirtschaftsgericht stimmte einem Rettungsangebot zu. Hinter dem Neustart stehen Branchenkenner Santiago Cucci und Veepee-Mitgründer Michaël Benabou.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der französische Modekonzern IKKS hat neue Eigentümer gefunden und wird im Zuge der Übernahme rund die Hälfte seiner Belegschaft verlieren. Das zuständige Pariser Wirtschaftsgericht hat laut Fashionunited einem Angebot zugestimmt, das die Rettung von 546 der insgesamt 1.094 Arbeitsplätze in Frankreich vorsieht. Damit verbunden ist die Fortführung von 119 Verkaufsstellen.

Hinter dem erfolgreichen Angebot stehen Santiago Cucci, Präsident der bisherigen Holding HoldIKKS und erfahrene Führungskraft der Textilbranche, sowie Michaël Benabou, Mitbegründer der Online-Verkaufsplattform Veepee (ehemals Vente-privée). Beide wollen die angeschlagene Marke IKKS neu aufstellen und langfristig wieder wettbewerbsfähig machen.

Strukturelle Schwächen statt temporärer Krise

Branchenexperten sehen in der Insolvenz der Gruppe kein kurzfristiges Marktproblem. Vincent Redrado, Gründer der auf Konsumentenberatung spezialisierten Firma DNG, betont, dass es sich um ein strukturelles Versagen handele. Die IKKS-Gruppe habe es nicht geschafft, ihr Geschäftsmodell an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.

Laut Redrado, dessen Firma auch Marken wie Fusalp, Eric Bompard und Zadig & Voltaire berät, führten drei zentrale Probleme in die Krise: eine zu starke Abhängigkeit vom stationären Handel, ein beschädigtes Markenimage sowie die belastende Wirkung der Private-Equity-Logik hinter dem bisherigen Wachstumsmodell. Diese Faktoren hätten in Summe zur Zahlungsunfähigkeit geführt.

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Ziel: Rückkehr zur Attraktivität

Die neuen Eigentümer sehen trotz der Entlassungen Chancen für einen Neuanfang. Die Restrukturierung soll die Fixkosten senken und gleichzeitig Raum für die Entwicklung einer attraktiveren Markenpositionierung schaffen. Wie sich das neue Führungsteam langfristig behauptet, dürfte auch davon abhängen, wie konsequent die Abkehr vom bisherigen Modell gelingt.

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