Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni 2025 laut Destatis auf +2,0 % gesunken – und damit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Im Vergleich zum Mai blieb das Preisniveau insgesamt unverändert. Maßgeblich für die leichte Entspannung waren weiter rückläufige Energiepreise und ein schwächerer Anstieg bei Nahrungsmitteln.
Energie weiterhin günstiger
Die Preise für Energieprodukte lagen 3,5 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders Kraftstoffe (-4,6 %) und Haushaltsenergie (-2,8 %) trugen zum Rückgang bei. Strom verbilligte sich um 2,4 %, während Fernwärme und Erdgas nahezu preisstabil blieben. Leichtes Heizöl wurde gegenüber dem Vormonat allerdings um 3,5 % teurer.
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Lebensmittelpreise mit geringerem Anstieg
Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,0 % – nach +2,8 % im Mai. Auffällig waren starke Preisschwankungen: Während Schokolade um 17,4 % teurer wurde, fiel der Zuckerpreis um 28,6 %. Obst wurde durchschnittlich 7,4 % teurer, Gemüse dagegen 3,0 % günstiger.
Kerninflation bleibt über dem Durchschnitt
Ohne Energie lag die Inflationsrate bei +2,6 %, ohne Energie und Lebensmittel bei +2,7 %. Diese sogenannte Kerninflation zeigt, dass viele andere Gütergruppen weiterhin überdurchschnittlich teurer wurden.
Dienstleistungen treiben Preisentwicklung
Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,3 %. Besonders stark stiegen die Preise für Personenbeförderung (+11,4 %), soziale Einrichtungen (+8,5 %) und Versicherungen (+8,1 %). Auch Mieten (+2,0 %) und Restaurantbesuche (+4,1 %) waren Preistreiber.
Warenpreise kaum verändert
Waren insgesamt wurden nur 0,8 % teurer. Preissteigerungen bei Getränken, Tabak und Autos standen Rückgängen bei Kleidung, Mobiltelefonen und Elektronik gegenüber. Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen um 1,1 %, die für Gebrauchsgüter um 0,5 %.
Monatliche Entwicklung: Stabilität
Im Vergleich zum Mai 2025 blieben die Verbraucherpreise insgesamt konstant. Saisonale Faktoren wie teurere Pauschalreisen (+6,3 %) und Flugtickets (+4,9 %) wirkten sich preistreibend aus, während Gemüse, Bekleidung und Schuhe günstiger wurden.


