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Inflationsrate im Juni 2025: Teuerung auf neuem Halbjahrestief

Geldbeutel mit Euroscheinen als Symbol für Inflation
Foto: Cottonbro Studio / Pexels

Key takeaways

Im Juni 2025 sank die Inflationsrate in Deutschland auf +2,0 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Energie und Nahrungsmittel wirkten dämpfend, während Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittlich teuer blieben. Die Verbraucherpreise stagnierten im Monatsvergleich – ein Zeichen für eine stabile Preisentwicklung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni 2025 laut Destatis auf +2,0 % gesunken – und damit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Im Vergleich zum Mai blieb das Preisniveau insgesamt unverändert. Maßgeblich für die leichte Entspannung waren weiter rückläufige Energiepreise und ein schwächerer Anstieg bei Nahrungsmitteln.

Energie weiterhin günstiger

Die Preise für Energieprodukte lagen 3,5 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders Kraftstoffe (-4,6 %) und Haushaltsenergie (-2,8 %) trugen zum Rückgang bei. Strom verbilligte sich um 2,4 %, während Fernwärme und Erdgas nahezu preisstabil blieben. Leichtes Heizöl wurde gegenüber dem Vormonat allerdings um 3,5 % teurer.

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Lebensmittelpreise mit geringerem Anstieg

Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,0 % – nach +2,8 % im Mai. Auffällig waren starke Preisschwankungen: Während Schokolade um 17,4 % teurer wurde, fiel der Zuckerpreis um 28,6 %. Obst wurde durchschnittlich 7,4 % teurer, Gemüse dagegen 3,0 % günstiger.

Kerninflation bleibt über dem Durchschnitt

Ohne Energie lag die Inflationsrate bei +2,6 %, ohne Energie und Lebensmittel bei +2,7 %. Diese sogenannte Kerninflation zeigt, dass viele andere Gütergruppen weiterhin überdurchschnittlich teurer wurden.

Dienstleistungen treiben Preisentwicklung

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,3 %. Besonders stark stiegen die Preise für Personenbeförderung (+11,4 %), soziale Einrichtungen (+8,5 %) und Versicherungen (+8,1 %). Auch Mieten (+2,0 %) und Restaurantbesuche (+4,1 %) waren Preistreiber.

Warenpreise kaum verändert

Waren insgesamt wurden nur 0,8 % teurer. Preissteigerungen bei Getränken, Tabak und Autos standen Rückgängen bei Kleidung, Mobiltelefonen und Elektronik gegenüber. Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen um 1,1 %, die für Gebrauchsgüter um 0,5 %.

Monatliche Entwicklung: Stabilität

Im Vergleich zum Mai 2025 blieben die Verbraucherpreise insgesamt konstant. Saisonale Faktoren wie teurere Pauschalreisen (+6,3 %) und Flugtickets (+4,9 %) wirkten sich preistreibend aus, während Gemüse, Bekleidung und Schuhe günstiger wurden.

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