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Heilbronn überholt Starnberg – Studie zeigt überraschende Gewinner bei Kaufkraft

Stadt Heilbronn aus der Luft fotografiert
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Die Studie des Institut der deutschen Wirtschaft zeigt: Heilbronn bietet die höchste Kaufkraft in Deutschland. Entscheidend sind niedrigere Kosten, während teure Metropolen trotz hoher Einkommen zurückfallen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Stadt Heilbronn liegt beim Kaufkraft-Ranking deutschlandweit vorn. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die Einkommen und Lebenshaltungskosten in 400 Kreisen und kreisfreien Städten vergleicht.

Heilbronn auf Platz eins trotz niedrigerem Einkommen

Mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 39.424 Euro im Jahr 2023 erreicht Heilbronn den Spitzenplatz. Damit liegt die Stadt vor dem Landkreis Starnberg, der zwar mit 44.500 Euro das höchste nominale Einkommen aufweist, aber aufgrund eines um 14 Prozent höheren Preisniveaus auf Rang zwei zurückfällt. Nach Bereinigung verbleiben dort 39.200 Euro.

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Kaufkraft hängt stark von Lebenshaltungskosten ab

Die Studie macht deutlich, dass nicht allein das Einkommen über die tatsächliche Kaufkraft entscheidet. Entscheidend ist das Verhältnis von Einkommen zu regionalen Preisen für Konsumgüter und Dienstleistungen. Erst durch diese Bereinigung werden Regionen vergleichbar.

Bayerische Regionen stark vertreten

Hinter Heilbronn und Starnberg folgen der Landkreis Rhön-Grabfeld und der Kreis Neuwied, die nicht zu den klassischen Hochlohnregionen zählen. Auf Platz fünf liegt der Landkreis Miesbach. Auffällig ist, dass viele dieser Regionen von vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten profitieren.

Großstädte verlieren an Kaufkraft

Am unteren Ende des Rankings steht Offenbach am Main. Auch Städte im Ruhrgebiet schneiden schwach ab, vor allem aufgrund niedriger Einkommen. Große Metropolen wie Hamburg, Köln, Frankfurt und Berlin landen ebenfalls im hinteren Drittel – allerdings hauptsächlich wegen hoher Wohnkosten, die die Einkommen relativieren.

Wohnkosten als zentraler Faktor

Die Studie unterstreicht die Bedeutung des Wohnungsmarkts für die Kaufkraft. Hohe Mieten in den Städten reduzieren die finanzielle Freiheit trotz guter Einkommen erheblich. Gleichzeitig zeigt sich, dass Regionen außerhalb der Metropolen finanziell attraktiver sein können.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gleichwertige Lebensverhältnisse stark von regionalen Preisstrukturen abhängen. Neben Einkommensunterschieden bleibt insbesondere die Entwicklung bezahlbaren Wohnraums ein zentraler Hebel für die Kaufkraft in Deutschland.

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