Die Deutschen blicken überwiegend kritisch auf das vergangene Jahr 2025 zurück. Während 54 Prozent angeben, dass es für sie persönlich ein gutes Jahr war, beurteilen nur 16 Prozent das Jahr als gut für Deutschland insgesamt. 78 Prozent halten es hingegen für ein schlechtes Jahr für das Land – ein deutlicher Ausdruck gesellschaftlicher Unzufriedenheit.
Auch mit Blick auf 2026 überwiegt die Skepsis: Lediglich ein Fünftel der Befragten erwartet ein gutes Jahr für Deutschland, während 62 Prozent von einem schlechten Jahr ausgehen. Persönlich zeigen sich die Menschen etwas optimistischer – 54 Prozent hoffen auf ein gutes Jahr, 29 Prozent erwarten ein schlechtes.
Wichtige Ereignisse aus Sicht der Bevölkerung
Der anhaltende Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird von 63 Prozent der Deutschen als prägendstes Ereignis des Jahres 2025 benannt. Knapp dahinter folgt die vorgezogene Bundestagswahl im Februar mit 62 Prozent. Weitere wichtige Entwicklungen sind der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine (60 Prozent) sowie innenpolitische und internationale Vorfälle wie die Vereidigung von Donald Trump zum 47. US-Präsidenten (56 Prozent), das tödliche Attentat bei einem jüdischen Fest in Sydney (56 Prozent) und die Amokfahrt in Mannheim im März (56 Prozent).
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Politische und gesellschaftliche Wendepunkte
Auch innenpolitische Entscheidungen und Gedenkmomente bleiben vielen in Erinnerung: 49 Prozent nennen die Lockerung der Schuldenbremse zur Finanzierung milliardenschwerer Verteidigungsausgaben und den NATO-Gipfel in Den Haag, auf dem eine massive Aufrüstung beschlossen wurde. Jeweils 48 Prozent sehen das 35-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit sowie den Tod von Papst Franziskus samt Wahl seines Nachfolgers Papst Leo XIV. als prägende Ereignisse des Jahres.
Die Messerattacke in Aschaffenburg im Januar 2025 wird von der Hälfte der Befragten als wichtiges Geschehen eingestuft. Die Vielzahl gesellschaftlich, sicherheitspolitisch und wirtschaftlich relevanter Ereignisse spiegelt eine allgemeine Verunsicherung wider, die auch den Blick auf das Jahr 2026 überschattet.


