Von Januar bis Dezember 2026 befragt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Rahmen des Mikrozensus rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Die teilnehmenden Haushalte werden zufällig ausgewählt und geben Auskunft zu Themen wie Familie, Bildung, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Migration und Wohnsituation. Ziel ist es, fundierte Daten zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland zu gewinnen.
Grundlage für politische Entscheidungen
Der Mikrozensus wird jährlich durchgeführt und liefert im Gegensatz zum alle zehn Jahre stattfindenden Zensus regelmäßig aktualisierte Informationen. Die Ergebnisse sind eine wichtige Planungsgrundlage für Bundesregierung, Länder und Kommunen. Sie fließen unter anderem in Berichte zur sozialen Lage wie den Armuts- und Reichtumsbericht oder den Bildungs- und Familienbericht ein.
Im Jahr 2026 liegt laut Destatis ein besonderer Fokus auf der Wohnsituation. Alle vier Jahre werden vertiefende Fragen zu Wohnverhältnissen gestellt – etwa zur Eigentumsquote, Wohnfläche oder Mietbelastung. Darüber hinaus enthält der Mikrozensus auch Fragen, die Teil europaweit abgestimmter Statistiken sind, wie zur Arbeitsmarktbeteiligung oder Internetnutzung. Diese Daten sind für EU-weite Vergleiche und Förderentscheidungen relevant.
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Datenschutz und Ablauf der Befragung
Die ausgewählten Haushalte werden von den Statistischen Landesämtern informiert und sind zur Teilnahme verpflichtet. Sie können den Fragebogen online, telefonisch, in Papierform oder – sofern vorgesehen – im persönlichen Gespräch mit Erhebungsbeauftragten beantworten. In der Regel werden Haushalte bis zu viermal befragt, maximal zweimal innerhalb eines Jahres.
Der Datenschutz wird strikt beachtet: Persönliche Daten werden getrennt von den erhobenen Inhalten gespeichert, anonymisiert verarbeitet und ausschließlich zu statistischen Zwecken genutzt. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind ausgeschlossen.
Die Erstergebnisse des Mikrozensus 2026 sollen bereits rund drei Monate nach Ende des Erhebungsjahres veröffentlicht werden. Für besonders detaillierte Analysen werden zudem sogenannte Unterstichproben gezogen – etwa zu Themen wie Arbeitsmarkt, Einkommen oder Internetnutzung. Diese Teilstichproben sind voneinander unabhängig und ermöglichen vertiefte Einblicke in einzelne Lebensbereiche.


