JD Sports Fashion hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet und seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Belastet wurde das Geschäft vor allem durch die anhaltende Konsumzurückhaltung, ein schwieriges Marktumfeld im Schuhsegment sowie eine hohe Rabattintensität.
Trotz der schwächeren Entwicklung hält der Sportmodehändler an seinen Zielen für den Free Cashflow fest und sieht sich dank strikter Kostenkontrolle weiterhin solide aufgestellt.
Nordamerika bleibt größte Herausforderung
Der organische Konzernumsatz ging im zweiten Quartal um 1,3 Prozent zurück, die flächenbereinigten Erlöse sanken um 3,1 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich Nordamerika, wo der organische Umsatz um 4,5 Prozent nachgab. Ohne die verbliebenen Finish-Line-Filialen fiel der Rückgang mit 1,0 Prozent allerdings deutlich geringer aus.
Neben der gedämpften Konsumstimmung belasteten ein schwächeres Geschäft mit besonders gefragten Sneaker-Modellen sowie eine in den August verschobene Back-to-School-Nachfrage die Entwicklung. Positiv entwickelten sich dagegen Bekleidung, Accessoires und das Onlinegeschäft.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Europa und Großbritannien zeigen stabilere Entwicklung
In Europa verringerte sich der organische Umsatz im zweiten Quartal lediglich um 0,4 Prozent. Das Unternehmen profitierte insbesondere von einer stabilen Entwicklung seiner Sporting-Goods-Geschäfte in Südeuropa sowie einer guten Nachfrage nach Bekleidung und Accessoires.
Im Vereinigten Königreich verbesserte sich die Entwicklung gegenüber dem ersten Quartal deutlich. Flächenbereinigt stiegen die Umsätze um 0,8 Prozent. Vor allem Fußballtrikots, Eigenmarken sowie das Outdoor-Geschäft sorgten für positive Impulse, während das Schuhgeschäft weiterhin unter dem schwierigen Marktumfeld litt.
Asien-Pazifik wächst zweistellig
Die Region Asien-Pazifik setzte ihren Wachstumskurs fort. Der organische Umsatz legte im zweiten Quartal um 10,2 Prozent zu, flächenbereinigt betrug das Plus 1,4 Prozent. Sowohl Schuhe als auch Bekleidung entwickelten sich positiv, zusätzlich profitierte JD Sports von einem starken Onlinegeschäft.
Auch im ersten Halbjahr blieb die Region mit einem organischen Wachstum von 11,3 Prozent der dynamischste Markt des Konzerns.
Gewinnprognose reduziert, Cashflow-Ziel bestätigt
Vor dem Hintergrund der schwächeren Umsatzentwicklung und des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks erwartet JD Sports für das Geschäftsjahr 2026/27 nun einen Vorsteuergewinn vor Sondereffekten zwischen 700 und 800 Millionen Pfund. Zuvor hatte das Unternehmen 750 bis 850 Millionen Pfund in Aussicht gestellt.
Unverändert bleibt dagegen die Prognose für den Free Cashflow, der weiterhin zwischen 460 und 520 Millionen Pfund liegen soll. Das Unternehmen verweist auf eine konsequente Kontrolle der Kosten, Investitionen und Lagerbestände sowie auf weitere Effizienzsteigerungen in der Lieferkette.
Fokus auf Strategie und Omnichannel-Ausbau
Trotz der kurzfristigen Herausforderungen hält JD Sports an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest. Das Unternehmen investiert weiter in den Ausbau seines Omnichannel-Geschäfts, die Optimierung des Filialnetzes sowie digitale Technologien, Datenanalyse, Künstliche Intelligenz und Kundenbindungsprogramme.
Darüber hinaus läuft das zweite Teilprogramm des Aktienrückkaufs über insgesamt 200 Millionen Pfund planmäßig weiter. Nach Angaben des Unternehmens unterstreicht dies das Vertrauen in die mittel- bis langfristige Geschäftsentwicklung und die hohe Cash-Generierung.





