UPS erweitert sein Angebot für E-Commerce und Lieferkettenmanagement mit „UPS Secure Commerce“. Die neue Lösung bündelt bestehende Schutz- und Versicherungsangebote mit Datenanalyse, Automatisierung und agentischer KI. Ziel laut UPS ist es, Betrug, Sendungsverluste, Zustellprobleme und Betriebsunterbrechungen früher zu erkennen und Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Lieferketten zu geben.
Bestehende Lösungen werden in einem Portfolio gebündelt
UPS Secure Commerce vereint mehrere bereits etablierte Angebote des Logistikkonzerns. Dazu gehören die Versandversicherung InsureShield, Parcel Pro für hochwertige und besondere Sendungen sowie die CommerceShield-Technologie für E-Commerce-Risiken.
Durch die Kombination dieser Systeme will UPS Unternehmen einen umfassenderen Blick auf die Lieferkette ermöglichen. Entscheidungen sollen damit nicht nur nach einem Schadensfall, sondern bereits vor und während einer Zustellung getroffen werden können.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Agentische KI soll Risiken früher sichtbar machen
UPS setzt nach eigenen Angaben auf eine Verbindung aus Logistikdaten, jahrzehntelanger Erfahrung und agentischer künstlicher Intelligenz. Damit soll sich das Lieferkettenmanagement stärker von einer reaktiven zu einer proaktiven Steuerung entwickeln.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Auswertung von Ereignissen über unterschiedliche Spediteure und Transportarten hinweg. Aus bislang isolierten Datenpunkten sollen konkrete Hinweise entstehen, mit denen Unternehmen Risiken reduzieren und Abläufe besser planen können.
UPS verweist auf 62 Millionen versicherte Pakete
Im Jahr 2025 hat UPS nach eigenen Angaben 1,4 Millionen Versender geschützt und 62 Millionen Pakete versichert. 97 Prozent der eingereichten Ansprüche seien innerhalb von höchstens fünf Tagen abgewickelt worden.
Als Beispiel nennt das Unternehmen die Modemarke Buru. Dort soll sich der Aufwand pro Schadensfall durch die UPS-Lösung deutlich reduziert haben. Statt zuvor 20 bis 25 Minuten Bearbeitungszeit und mindestens einer Woche Abwicklung würden Fälle nun innerhalb weniger Minuten eingereicht und häufig innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen.
Schutz soll über die Zustellung hinausreichen
UPS adressiert mit Secure Commerce nicht nur Paketverluste oder Transportschäden. Das Unternehmen verweist auch auf Betrug, Bestandsprobleme, Rückerstattungen, erneuten Versand und mögliche Reputationsschäden im Onlinehandel.
Nach den von UPS zitierten Marktdaten erreichten die weltweiten E-Commerce-Umsätze im Einzelhandel 2025 rund 6,4 Billionen US-Dollar. Gemeldete Betrugsverluste entsprachen demnach etwa 3,2 Prozent des E-Commerce-Umsatzes.
Logistikdaten werden Teil des Risikomanagements
Mit Secure Commerce positioniert UPS Logistik zunehmend als Bestandteil eines umfassenderen Risiko- und Kundenmanagements. Neben Zustellung und Versicherung sollen Transparenz, Bestellabwicklung und automatisierte Risikoerkennung stärker miteinander verzahnt werden.
Das Unternehmen will Kunden damit helfen, Umsätze und Kundenbeziehungen besser abzusichern. Gleichzeitig sollen Informationen aus unterschiedlichen Teilen der Lieferkette für schnellere und fundiertere Entscheidungen nutzbar werden.





