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Kaufland testet Arzneimittel-Terminals mit regionalen Apotheken

Logo von Kaufland an einer Gebäudewand
Foto: Kaufland

Key takeaways

Kaufland pilotiert neue Apotheken-Terminals und verbindet erstmals Lebensmitteleinkauf mit digitaler Arzneimittelbestellung. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie Handelsflächen zunehmend zu multifunktionalen Versorgungszentren werden können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der zur Schwarz-Gruppe zugehörige Lebensmitteleinzelhändler Kaufland erweitert testweise sein Filialkonzept um ein digitales Gesundheitsangebot und erprobt ohne große Ankündigung Apotheken-Terminals direkt im Markt. Ziel ist es, stationären Einkauf und pharmazeutische Versorgung enger miteinander zu verknüpfen und zusätzliche Services für Kunden zu schaffen.

Digitale Arzneimittelbestellung im Eingangsbereich

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, können Kunden bereits seit einigen Wochen in fünf Filialen in Baden-Württemberg Medikamente über spezielle Terminals bestellen. Die Geräte befinden sich gut sichtbar im Eingangsbereich und ermöglichen sowohl die Einlösung von Rezepten als auch die Bestellung apothekenpflichtiger Produkte. Die Lieferung erfolgt entweder nach Hause oder zur Abholung an einem definierten Ort.

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Kooperation mit regionalen Apotheken

Das Angebot basiert auf einer Zusammenarbeit mit lokalen Apotheken, die die pharmazeutische Prüfung und Abwicklung übernehmen. Kaufland stellt lediglich die Infrastruktur bereit und tritt nicht selbst als Anbieter von Arzneimitteln auf. Damit bleibt die rechtliche Verantwortung vollständig bei den Apothekenpartnern.

Strategischer Ausbau von Serviceleistungen

Für den Händler ist das Projekt Teil einer umfassenderen Strategie, die Filialen zu multifunktionalen Versorgungszentren weiterzuentwickeln. Zusätzliche Dienstleistungen sollen die Kundenfrequenz erhöhen und neue Anlässe für den Besuch im Markt schaffen. Gerade Gesundheitsservices gelten als besonders attraktiv, da sie regelmäßig nachgefragt werden und eine hohe Relevanz im Alltag haben.

Reaktion auf Marktveränderungen

Das Konzept greift zentrale Entwicklungen im Gesundheitsmarkt auf. Die Digitalisierung, etwa durch das E-Rezept, erleichtert die Bestellung von Medikamenten zunehmend. Gleichzeitig nimmt die Zahl stationärer Apotheken insbesondere in ländlichen Regionen ab. Das Terminal-Modell verbindet digitale Bestellung mit lokaler Versorgung und schafft so eine hybride Lösung.

Pilotphase mit Blick auf Skalierung

Aktuell ist das Angebot auf wenige Standorte beschränkt. Ob eine Ausweitung erfolgt, hängt maßgeblich von der Akzeptanz bei den Kunden sowie von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit ab. Auch die Integration in bestehende Marktprozesse und die Zusammenarbeit mit Apothekenpartnern spielen eine zentrale Rolle für eine mögliche Skalierung.

Handel entwickelt sich zum Nahversorger

Mit dem Test unterstreicht Kaufland den Trend, dass Handelsunternehmen ihre Rolle neu definieren. Neben dem klassischen Warensortiment rücken zusätzliche Dienstleistungen in den Fokus, die den Alltag der Kunden vereinfachen. Die Kombination aus Einkauf und Gesundheitsversorgung könnte dabei künftig ein wichtiger Baustein moderner Handelskonzepte werden.

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