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USA führen beim KI-Wettlauf – Europa vor China, aber mit Rückstand

Artificial Intelligence
Foto: Amrulqays Maarof / Pixabay

Key takeaways

Die USA liegen laut einer KPMG-Studie im globalen KI-Ranking vorn, Europa folgt knapp vor China. Während die USA durch schnelle Skalierung überzeugen, bremsen Europa und China strukturelle Hindernisse aus. KPMG sieht Chancen für Europa, durch gezielte Maßnahmen technologische Souveränität aufzubauen und KI breiter nutzbar zu machen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die USA dominieren das globale Rennen um Künstliche Intelligenz (KI) mit deutlichem Abstand. Das geht aus einer neuen KPMG-Studie hervor, die weltweit erstmals die KI-Leistungsfähigkeit führender Volkswirtschaften systematisch vergleicht. Auf Basis des Strategic AI Capability Index (SACI), der gemeinsam mit Oxford Economics entwickelt wurde, erreichen die Vereinigten Staaten 75,2 von 100 Punkten – vor allem dank schneller Skalierung, starkem Zugang zu Kapital und gut vernetzter Forschung.

Europas Herausforderungen bei der KI-Nutzung

Europa landet mit 48,8 Punkten auf dem zweiten Platz, liegt damit aber weit hinter den USA. Trotz starker industrieller und regulatorischer Kompetenzen gelingt es bisher kaum, KI breit in Unternehmen zu integrieren. Viele Projekte verbleiben im Pilotstadium. Als hinderlich erweisen sich hohe Energiepreise, ein fragmentierter Kapitalmarkt sowie der begrenzte Zugang zu Rechenleistung.

In Europa zeigen sich zudem erhebliche regionale Unterschiede. Großbritannien und Irland schneiden mit 69,2 Punkten überdurchschnittlich gut ab, während Südeuropa (26,3 Punkte) sowie Mittel- und Osteuropa (28,8 Punkte) stark zurückliegen. Die DACH-Region erzielt 54 Punkte, Westeuropa 57,1 Punkte.

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China stark bei Patenten, schwach bei Umsetzung

China erreicht im Index 48,2 Punkte. Besonders auffällig ist die hohe Patentaktivität und die Kontrolle über zentrale Hardware-Komponenten. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Wirkung von KI begrenzt, da viele Unternehmen Anwendungen nur punktuell einsetzen. Zusätzlich hemmt die geringe internationale Zusammenarbeit die Skalierung und Innovationsdynamik.

KPMG sieht Chancen für technologische Souveränität

Laut KPMG besteht für Europa dennoch die Möglichkeit, seine technologische Souveränität zu stärken – etwa durch gezielten Aufbau eigener Rechenkapazitäten, verbesserte Förderstrukturen und die Mobilisierung institutionellen Kapitals. Auch eine nachhaltige KI-Infrastruktur und klar definierte ethische Standards könnten zu Standortvorteilen werden.

Ein entscheidender Hebel sei es, von den USA zu lernen: Wer früh KI-Anwendungen skaliert, verschafft sich nachhaltige strukturelle Vorteile. Der Aufbau eigener Kompetenzen dürfe daher nicht durch regulatorische Überambitionierung ausgebremst werden. Vielmehr müsse eine Balance aus Verantwortung, Geschwindigkeit und internationaler Offenheit gefunden werden, so das Fazit der Studie.

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