Die Schuhhaus Georg Horsch GmbH hat beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Das auf Über- und Untergrößen spezialisierte Traditionsunternehmen sieht sich nach eigenen Angaben mit akuten Problemen in der Warenversorgung konfrontiert. Auslöser war die Insolvenz eines zentralen portugiesischen Lieferanten, durch die es zu erheblichen Engpässen kam, wie das Unternehmen gegenüber dem Branchenmagazin SHOEZ mitteilt.
Branche unter Druck
Die Schwierigkeiten treffen Horsch in einer ohnehin angespannten Phase für den deutschen Einzelhandel. Kaufzurückhaltung auf Kundenseite sowie steigende Betriebskosten belasten viele stationäre Händler. Geschäftsführer Felix C. Horsch betont, dass man alles unternommen habe, um die Absatzprobleme zu kompensieren. Der Ausfall des Lieferanten sei letztlich der ausschlaggebende Punkt für den Insolvenzantrag gewesen.
Dennoch bleibt der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten: Sowohl der Onlineshop als auch die Filialen in Stuttgart und Düsseldorf sind weiterhin geöffnet. Ziel des Unternehmens ist es, im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens eine tragfähige Lösung zur Fortführung zu finden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt
Das Amtsgericht hat Rechtsanwältin Nora Sickeler als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung sollen nun Maßnahmen erarbeitet werden, um die Versorgungslage zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine Sanierung zu schaffen. Gespräche mit Partnern und potenziellen Investoren sind bereits in Planung.
Sickeler betont, wie wichtig es sei, das Vertrauen der Kunden zu erhalten: „Jeder Einkauf hilft, das Unternehmen zu stabilisieren. Der Betrieb wird fortgeführt, und wir setzen alles daran, die Warenverfügbarkeit kurzfristig zu sichern.“


