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Konsumklima: Verbraucherstimmung erholt sich nur schleppend

Mann mit Geld bei einem Einkauf an der Kasse
Foto: Pexels

Key takeaways

Das Konsumklima in Deutschland erholt sich im Mai nur leicht. Zwar steigen Konjunktur- und Einkommenserwartungen, doch bleibt die Kaufbereitschaft schwach. Laut GfK-Daten sorgen wirtschaftliche Unsicherheiten, höhere Sparneigung und Sorgen um Arbeitsplätze für Zurückhaltung bei Konsumenten – trotz positiver Signale bei Löhnen und Inflation.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland entwickelt sich im Mai uneinheitlich. Während sich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen weiter verbessern, bleibt die Anschaffungsneigung schwach und die Sparneigung nimmt wieder zu. Der Konsumklima-Index, der von NIQ und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen herausgegeben wird, legt laut aktueller Erhebung um 0,9 Zähler auf -19,9 Punkte zu. Damit setzt sich die Erholung des Konsumklimas im dritten Monat in Folge fort, wenn auch nur moderat.

Einkommenserwartungen steigen auf neues Halbjahreshoch

Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung ist die zunehmende Zuversicht bei den Einkommenserwartungen. Der entsprechende Indikator gewinnt 6,1 Punkte hinzu und erreicht mit 10,4 Punkten den höchsten Stand seit Oktober 2024. Gute Tarifabschlüsse, etwa im öffentlichen Dienst, sowie eine nur langsam steigende Inflation tragen zu dieser Entwicklung bei. Im April lag die Inflationsrate bei 2,1 Prozent und damit leicht unter dem Niveau der beiden Vormonate.

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Kaufzurückhaltung trotz optimistischerer Einkommensaussichten

Trotz der gestiegenen Erwartungen an das verfügbare Einkommen zeigt sich die Anschaffungsneigung der Konsumenten rückläufig. Der entsprechende Wert sinkt um 1,5 Punkte auf -6,4 Punkte. Das bedeutet, dass viele Verbraucher trotz besserer finanzieller Perspektiven weiterhin auf größere Ausgaben verzichten. Gründe hierfür sind unter anderem die anhaltende Verunsicherung über die geopolitische Lage, die unvorhersehbare US-Handelspolitik und zunehmende Sorgen vor Jobverlusten.

Konjunkturausblick auf höchstem Stand seit zwei Jahren

Die konjunkturellen Erwartungen steigen im Mai deutlich um 5,9 Zähler und erreichen 13,1 Punkte – der höchste Wert seit April 2023. Damit zeigt sich, dass viele Verbraucher trotz Unsicherheiten optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten blicken. Experten des Sachverständigenrats erwarten allerdings für 2025 kein nennenswertes Wirtschaftswachstum. Erst im Folgejahr sei mit einem Wachstum von rund 1 Prozent zu rechnen.

Sparneigung steigt erneut

Die Sparneigung, die im Vormonat gesunken war, legt wieder zu und erreicht 10,0 Punkte – ein Plus von 1,6 Zählern. Dieses Verhalten unterstreicht die anhaltende Vorsicht der Verbraucher. Trotz positiver Signale bei Einkommen und Konjunktur bleibt die Unsicherheit hoch. Das Konsumklima profitiert davon nur in begrenztem Maße und bleibt auf niedrigem Niveau.

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