Lands’ End geht eine weitreichende Partnerschaft mit dem Markenmanagement-Spezialisten WHP Global ein, um die Vermarktung seiner Marke global neu aufzustellen und die Bilanz deutlich zu stärken. In einem Joint Venture bringt Lands’ End sämtliche Markenrechte ein und erhält dafür 300 Millionen US-Dollar (rund 275 Mio. Euro), mit denen unter anderem ein bestehender Terminkredit über 234 Millionen US-Dollar zurückgezahlt wird.
Die Vereinbarung sieht laut Pressemitteilung vor, dass WHP Global für diese Summe eine 50-prozentige Beteiligung an dem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen erhält. Lands’ End bleibt weiterhin für das operative Geschäft verantwortlich, insbesondere für den Direktvertrieb sowie das B2B-Segment. WHP Global übernimmt die globale Lizenzierungsstrategie und will die Marke in neue Kategorien und internationale Märkte führen.
Markenlizenzierung mit langfristiger Beteiligungsperspektive
Im Zuge der Gründung des Joint Ventures überträgt Lands’ End sämtliche geistigen Eigentumsrechte an der Marke sowie bestehende Lizenzverträge an das neue Unternehmen. Im Gegenzug erhält Lands’ End eine exklusive Lizenz zur weiteren Nutzung der Marke für seine Kernprodukte und -märkte. Dafür werden jährlich garantierte Lizenzgebühren ab 50 Millionen US-Dollar fällig.
Die gemeinsame Gesellschaft wird Überschüsse quartalsweise an die beiden Partner ausschütten. Darüber hinaus kann Lands’ End bei bestimmten Kapitalmaßnahmen von WHP Global – etwa bei einem Börsengang – seine Anteile am Joint Venture gegen Aktienanteile an WHP Global tauschen. Dies eröffnet den Aktionären zusätzliche Beteiligungsperspektiven.
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WHP startet zusätzliches Aktienrückkaufangebot
Zusätzlich zur Investition plant WHP Global ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für bis zu 100 Millionen US-Dollar in Lands’ End-Aktien zum Preis von 45 US-Dollar je Aktie. Damit könnte WHP bis zu sieben Prozent der Anteile erwerben. Das Angebot steht unter dem Vorbehalt des erfolgreichen Abschlusses der Joint-Venture-Transaktion, deren Vollzug in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet wird.
Die Unternehmensführung beider Seiten zeigt sich überzeugt vom strategischen Wert der Partnerschaft. Josephine Linden, Vorsitzende des Verwaltungsrats von Lands’ End, spricht von einer „helleren Zukunft“ für die Marke. CEO Andrew McLean sieht in der Vereinbarung eine „einzigartige Chance“, die Lizenzsparte des Unternehmens zu beschleunigen. WHP-CEO Yehuda Shmidman betont die Loyalität der Lands’ End-Kundschaft und die Chancen auf globales Wachstum mithilfe des eigenen Netzwerks aus über 225 Lizenzpartnern in mehr als 80 Ländern.


