Lindt & Sprüngli hat den Ausblick für das organische Umsatzwachstum 2026 deutlich gesenkt. Statt bislang vier bis sechs Prozent erwartet der Schokoladenhersteller laut Adhoc-Mitteilung nun nur noch null bis zwei Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem eine hohe Preissensibilität der Verbraucher, schwächere Auftragsvolumen im saisonalen Geschäft und die extreme Sommerhitze in Europa.
Deutschland, Schweiz und Österreich besonders schwach
Die Nachfrage entwickelte sich vor allem in mehreren europäischen Märkten schwächer als erwartet. Besonders betroffen sind Deutschland, die Schweiz und Österreich.
Lindt & Sprüngli führt dies auf die zurückhaltende Konsumstimmung und die gestiegene Preissensibilität nach den notwendigen Preiserhöhungen infolge historisch hoher Kakaopreise zurück. Zusätzlich belastete der heiße Sommer den Schokoladenabsatz in Europa.
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Nordamerika und Asien wachsen robuster
Während Europa schwächelt, berichtet der Konzern von einer besseren Entwicklung in wichtigen Märkten Nordamerikas und Asiens.
Damit bleibt das internationale Geschäft regional sehr unterschiedlich. Die schwächeren Volumen in Europa reichen jedoch aus, um die bisherige Umsatzprognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten zu korrigieren.
Margenziel bleibt unverändert
Trotz der niedrigeren Umsatzerwartung hält Lindt & Sprüngli an seiner Prognose für die operative Marge fest. Die EBIT-Marge soll sich 2026 weiterhin um 20 bis 40 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr verbessern.
Unterstützung erwartet der Konzern unter anderem durch konsequentes Kostenmanagement. Gleichzeitig haben die Kakaopreise ihre früheren Höchststände inzwischen wieder verlassen, wodurch sich der Kostendruck in den kommenden Monaten schrittweise abschwächen soll.
Für 2027 wird wieder Volumenwachstum erwartet
Für das kommende Jahr rechnet Lindt & Sprüngli mit einer Erholung der Absatzmengen. Helfen sollen eine angepasste Preisstrategie, höhere Markeninvestitionen, neue Produkte und weitere Kosteneinsparungen.
Der vollständige Finanzausblick für 2027 soll wie üblich im ersten Quartal des kommenden Jahres veröffentlicht werden.
Langfristige Ziele ab 2028 bleiben bestehen
An den mittel- bis langfristigen Zielen hält das Unternehmen fest. Ab 2028 soll der organische Umsatz jährlich um sechs bis acht Prozent wachsen. Gleichzeitig soll sich die EBIT-Marge jedes Jahr um weitere 20 bis 40 Basispunkte verbessern.
Lindt & Sprüngli setzt damit trotz der kurzfristigen Nachfrageschwäche weiter auf den langfristigen Trend zu Premium-Schokolade und seine Position im oberen Marktsegment.







