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L’Oréal wächst im dritten Quartal zweistellig – Luxus und Hautpflege legen zu

Wartebereich in einem Office von Loreal
Foto: L’Oréal

Key takeaways

➟ L’Oréal steigert den Neunmonatsumsatz 2026 auf 35,34 Milliarden Euro. Professionelle Haarpflege, Luxusprodukte und dermatologische Kosmetik wachsen deutlich. Der Onlinehandel legt um rund 17 Prozent zu.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der französische Kosmetikkonzern L’Oréal hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 um 7,7 Prozent auf 35,34 Milliarden Euro gesteigert. Auf vergleichbarer Basis betrug das Wachstum 6,9 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich professionelle Haarpflege, dermatologische Kosmetik und das Onlinegeschäft. Im dritten Quartal beschleunigte sich das Wachstum deutlich.

Quartalsumsatz steigt auf 11,56 Milliarden Euro

Von Juli bis September erzielte L’Oréal einen Umsatz von 11,56 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem berichteten Zuwachs von 11,9 Prozent. Vergleichbar wuchsen die Erlöse um 7,2 Prozent. Bereinigt um zeitliche Effekte der IT-Transformation lag das Plus bei 7,7 Prozent.

Das Wachstum wurde überwiegend durch höhere Absatzmengen und einen günstigeren Produktmix getragen. Besonders gefragt waren Haarpflegeprodukte, Parfüms und Hautpflege.

Der E-Commerce entwickelte sich mit einem Zuwachs von rund 17 Prozent deutlich schneller als das übrige Geschäft.

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Professionelle Haarpflege wächst zweistellig

Die Sparte Professional Products steigerte ihren Neunmonatsumsatz um 16,1 Prozent auf 4,39 Milliarden Euro. Vergleichbar betrug das Wachstum 12,4 Prozent. Insbesondere Premium-Haarpflegeprodukte der Marken Kérastase und Redken sorgten für zusätzliche Nachfrage.

Auch Dermatological Beauty entwickelte sich stark. Der Umsatz erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 6,09 Milliarden Euro. Vergleichbar erreichte das Segment ein Plus von 11,6 Prozent.

Wachstumstreiber waren unter anderem La Roche-Posay, CeraVe und SkinCeuticals.

Luxusgeschäft gewinnt an Dynamik

L’Oréal Luxe erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 12,17 Milliarden Euro und wuchs berichtet um sieben Prozent. Im dritten Quartal beschleunigte sich das vergleichbare Wachstum auf 6,4 Prozent. Bereinigt um IT-Sondereffekte erreichte die Sparte sieben Prozent.

Vor allem Parfüms der Marken Yves Saint Laurent, Prada und Armani entwickelten sich positiv. Auch hochwertige Hautpflege gewann an Bedeutung.

Das Geschäft mit Konsumkosmetik steigerte seinen Neunmonatsumsatz um 4,2 Prozent auf 12,69 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich waren Haarpflegeprodukte und neue Make-up-Angebote.

Europa und Asien treiben Wachstum

In Europa stiegen die Umsätze in den ersten neun Monaten um 9,6 Prozent auf 12,18 Milliarden Euro. Vergleichbar betrug das Plus sieben Prozent. Nordamerika erreichte 9,22 Milliarden Euro Umsatz und ein vergleichbares Wachstum von 6,3 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich die Region Südasien, Pazifik, Naher Osten und Subsahara-Afrika. Dort legten die Erlöse vergleichbar um 15,7 Prozent zu. Indien und Indonesien gehörten zu den wichtigsten Wachstumsmärkten.

In Nordasien erreichte L’Oréal ein vergleichbares Plus von 5,5 Prozent. Insbesondere China unterstützte die Entwicklung.

Lateinamerika wuchs dagegen lediglich um 2,4 Prozent auf vergleichbarer Basis. Schwierigkeiten in Mexiko belasteten das Geschäft.

L’Oréal baut Indiengeschäft aus

Zur weiteren Expansion hat L’Oréal die Mehrheitsübernahme des indischen Körperpflegeanbieters Innovist abgeschlossen. Zusätzlich vereinbarte der Konzern mit dem indischen Beauty-Händler Nykaa eine Zusammenarbeit bei Beteiligungen an wachstumsstarken Kosmetikmarken.

Konzernchef Nicolas Hieronimus sieht L’Oréal nach den ersten neun Monaten auf Kurs. Für das Gesamtjahr erwartet das Management weiterhin steigende Umsätze und Gewinne.

Die Entwicklung zeigt, dass der Konzern besonders von Premiumprodukten, dermatologischer Hautpflege und dem wachsenden Onlinehandel profitiert.

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