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LVMH-Investoren fordern Einblick in Arnaults Nachfolgepläne

LVMH Headquarters in Paris
Foto: LVMH

Key takeaways

Investoren von LVMH fordern Klarheit über die Nachfolge von Bernard Arnault. Trotz fünf in das Unternehmen eingebundener Kinder bleibt die Planung intransparent. Eine neue Familienholding wirft Fragen auf, Experten warnen vor Konflikten. Der Druck auf das Luxusimperium wächst – vor allem mit Blick auf plötzlich eintretende Ereignisse.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Seit fast vier Jahrzehnten steht Bernard Arnault an der Spitze von LVMH. Doch mit 76 Jahren und fünf in das Unternehmen eingebundenen Kindern fordern Investoren zunehmend Transparenz in Bezug auf seine Nachfolge. Bislang zeigt der Luxuskonzern keine Bereitschaft, konkrete Pläne offenzulegen – und das sorgt laut einem neuen Bericht von Reuters für wachsende Unruhe unter Großaktionären.

Unklare Nachfolge wird zum Risiko

Arnaults jüngste Verlängerung der Altersgrenze für den CEO- und Verwaltungsratsvorsitz auf 85 Jahre wurde von Investoren als Versuch gewertet, Zeit zu gewinnen. Zwar betont LVMH, dass es interne Nachfolgepläne gebe, verweigert jedoch jede Auskunft über Inhalte oder Zeitrahmen. Für viele Anleger reicht das nicht aus. Stefan Bauknecht von DWS, dem zwölftgrößten Aktionär, spricht von einer „unklaren und intransparenten Planung“. Ähnlich äußert sich Ariane Hayate von Edmond de Rothschild, die den fehlenden Plan inzwischen als Governance-Risiko sieht.

Paul Moroz von Mawer Investment Management vermutet gar, dass Arnault selbst noch keine Entscheidung getroffen habe. Gegenüber CNBC ließ der LVMH-Chef im Dezember mit einem ironischen Verweis auf seine Fitness durchblicken, dass die Nachfolge für ihn kein akutes Thema sei. Auf die Frage nach einem Nachfolger antwortete er: „Fragen Sie mich in zehn Jahren.“

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Familienstruktur wirft neue Fragen auf

2022 wurde mit der Gründung der Agache Commandite SAS eine neue Holdingstruktur etabliert, in der alle fünf Kinder jeweils 20 % halten. Dieses Gremium soll eines Tages die Kontrolle über die oberste Holding Agache SCA übernehmen. Entscheidungen könnten dann mit einer Dreiviertelmehrheit getroffen werden. Experten sehen darin jedoch eine potenzielle Konfliktquelle, etwa durch Machtkämpfe unter den Geschwistern. LVMH hingegen bestreitet ein Risiko der Handlungsunfähigkeit.

Während einige Investoren weiterhin auf Arnaults Führungsstärke vertrauen, wächst die Sorge, dass ein fehlender Notfallplan – etwa bei plötzlichen Ereignissen – dem Unternehmen mittelfristig schaden könnte. Analysten beobachten bereits ein gesteigertes Interesse des Marktes an dem Thema, auch wenn bislang keine Hinweise auf einen sogenannten „Succession Discount“ bestehen.

Am kommenden Dienstag legt LVMH seine Jahreszahlen vor. Die Unternehmensführung wird sich dabei erneut kritischen Fragen stellen müssen – auch zur Zukunft ohne Bernard Arnault.

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