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KfW-ifo-Barometer. Stimmung im Mittelstand trübt sich ein

Industriearbeiter mit Schutzanzug und Schweissgerät
Foto: Pixabay

Key takeaways

Nach fünf Monaten positiver Entwicklung hat sich das Geschäftsklima im Mittelstand im August leicht verschlechtert. Gründe sind rückläufige Exporterwartungen, internationale Handelshemmnisse und eine schwächelnde Binnennachfrage. Großunternehmen sind optimistischer. Künftige Staatsausgaben könnten das Blatt für die mittelständische Wirtschaft wenden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach fünf Monaten in Folge mit positiver Entwicklung hat sich die Stimmung im deutschen Mittelstand im August spürbar eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers fiel um 0,6 Punkte auf nun -13,1 Zähler. Beide Komponenten – Lageeinschätzung und Geschäftserwartungen – gaben leicht nach. Der Negativtrend wird vor allem durch außen- wie binnenwirtschaftliche Unsicherheiten befeuert.

Exporthemmnisse dämpfen Erwartungen

Ein maßgeblicher Grund für die verschlechterte Lage ist die internationale Handelspolitik. Neue Zollvereinbarungen und protektionistische Tendenzen – insbesondere aus den USA – belasten exportorientierte kleine und mittlere Unternehmen. Dies zeigt sich auch in den deutlich zurückgegangenen Exporterwartungen, die um 3,8 Punkte auf -13,8 Zähler sanken. Der Rückgang deutet darauf hin, dass sich viele Unternehmen stärkere Impulse von den jüngsten Handelsgesprächen erhofft hatten.

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Deutliche Delle bei Dienstleistern

Besonders im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima stark verschlechtert. Im Einzelhandel und im Verarbeitenden Gewerbe war der Rückgang nur moderat, während im Großhandel und Bauhauptgewerbe eine leichte Stimmungsaufhellung zu verzeichnen war. Die Branchenentwicklung spiegelt die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit wider und offenbart strukturelle Unterschiede in der Wahrnehmung wirtschaftlicher Risiken.

Großunternehmen sehen Lichtblicke

Anders als im Mittelstand verbesserte sich das Geschäftsklima bei den Großunternehmen leicht. Zwar sank dort ebenfalls die Einschätzung der aktuellen Lage, doch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate legten spürbar zu. Der Indexwert kletterte insgesamt um 1,5 Punkte auf -18,1 Zähler.

Staatsausgaben als Hoffnungsträger

Langfristig könnten fiskalpolitische Impulse eine Trendwende bringen. Laut KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher werden die massiv steigenden staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung gegen Jahresende und vor allem im Jahr 2026 das wirtschaftliche Klima verbessern. Die Kombination aus konjunktureller Unterstützung und politischem Kurswechsel könnte dem Mittelstand neue Zuversicht geben.

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