ANZEIGE

ANZEIGE

China: Alibaba wächst mit Cloud, KI und Quick Commerce

Logos auf dem Campus der Alibaba Group
Foto: Alibaba Group

Key takeaways

Alibaba meldet für das Juniquartal 2025 ein Umsatzplus auf bereinigter Basis, getrieben von Cloud-Geschäft und Quick Commerce. Die neue Plattform „Taobao Instant Commerce“ sorgt für Nutzerzuwachs, während die Cloud-Sparte vom KI-Boom profitiert. International entwickelt sich vor allem AliExpress dynamisch.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Alibaba Group hat im zweiten Quartal 2025 ein leichtes Umsatzwachstum auf 247,7 Milliarden RMB (rund 34,6 Milliarden Euro) verzeichnet. Zwar beträgt das Plus im Jahresvergleich nur 2 %, doch auf vergleichbarer Basis – bereinigt um veräußerte Sparten wie Sun Art und Intime – lag der Zuwachs bei 10 %. Wesentliche Treiber waren die Geschäfte mit Cloud-Diensten und der Ausbau des Quick-Commerce-Segments.

Wachstum bei Cloud und E-Commerce

Die Cloud Intelligence Group steigerte ihren Umsatz um 26 % auf 33,4 Milliarden RMB (rund 4,7 Milliarden Euro), getrieben von stark wachsender Nachfrage nach KI-Produkten. Diese machten einen erheblichen Teil der externen Kundenerlöse aus. Gleichzeitig legte der Umsatz der Alibaba China E-commerce Group um 10 % auf 140,1 Milliarden RMB zu – darunter Quick-Commerce mit einem Plus von 12 %.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Quick Commerce mit strategischer Bedeutung

Ein Fokus lag auf dem Ausbau des Schnelllieferdiensts „Taobao Instant Commerce“, der Ende April gestartet wurde. Die Bestellzahlen zogen deutlich an, auch dank neuer Lagerstrukturen und der Integration in Alibabas E-Commerce-Ökosystem. Zudem wuchs die Zahl der monatlich aktiven Nutzer der Taobao-App binnen drei Wochen im August um 25 %.

Erfolgreiche Internationalisierung

Auch international zeigte Alibaba Stärke: Die Umsätze der Alibaba International Digital Commerce Group stiegen um 19 % auf 34,7 Milliarden RMB. Vor allem AliExpress und Trendyol entwickelten sich positiv. Die operativen Verluste dieser Sparte konnten nahezu vollständig abgebaut werden.

Sinkende Profitabilität trotz höherem Gewinn

Trotz dieser operativen Fortschritte ging das bereinigte EBITA um 14 % auf 38,8 Milliarden RMB zurück. Das lag insbesondere an gestiegenen Investitionen in neue Geschäftsmodelle, Nutzerakquise und Technologie. Der Nettogewinn hingegen verdoppelte sich nahezu auf 42,4 Milliarden RMB (rund 5,9 Milliarden Euro), was vor allem positiven Bewertungseffekten von Beteiligungen und dem Verkauf von Trendyol-Geschäftsteilen zu verdanken ist.

Starke Finanzbasis

Zum Quartalsende verfügte Alibaba über liquide Mittel in Höhe von 585,7 Milliarden RMB (rund 81,8 Milliarden Euro). Gleichzeitig investierte der Konzern weiter stark in Infrastruktur und Aktienrückkäufe. Das operative Ergebnis (EBIT) sank leicht auf 35 Milliarden RMB. Die Free Cashflow-Entwicklung war allerdings negativ – mit einem Mittelabfluss von 18,8 Milliarden RMB, verursacht durch Investitionen in Cloud-Kapazitäten und Quick-Commerce.

Strategische Ausrichtung bleibt bestehen

CEO Eddie Wu betonte das langfristige Bekenntnis zu den strategischen Säulen Konsum und KI + Cloud. Die klare Fokussierung auf diese Themen sowie die erreichten Nutzerzahlen bestätigten den Kurs. Alibaba sieht sich gut positioniert, um von der dynamischen Entwicklung im E-Commerce- und Cloud-Markt zu profitieren.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored