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Großhandel rettet Zahlen: Nike meldet nur leichtes Umsatzplus und Gewinneinbruch

Nike House of Innovation in New York City
Foto: Nice

Key takeaways

Nike verzeichnet im zweiten Quartal 2026 ein leichtes Umsatzplus auf 12,4 Milliarden US-Dollar. Während der Großhandel wächst, bricht das Direktgeschäft deutlich ein. Die Bruttomarge sinkt, der Gewinn fällt um 32 Prozent. CEO Hill kündigt eine strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Partner und Portfolio an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nike hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Gesamtumsatz von 12,4 Milliarden US-Dollar (rund 11,4 Milliarden Euro) erzielt – ein nur leichter Anstieg um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf währungsbereinigter Basis stagnierten die Umsätze. Während das Großhandelsgeschäft deutlich zulegte, verzeichnete das Direktgeschäft über eigene Kanäle einen markanten Rückgang.

Großhandel als Wachstumstreiber

Besonders stark präsentierte sich der Großhandel mit einem Umsatzplus von 8 Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar (ca. 6,9 Mrd. Euro). Ausschlaggebend dafür war die positive Entwicklung in Nordamerika. Das Direktgeschäft mit Endkunden – unter dem Namen NIKE Direct geführt – brach hingegen um 8 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar (ca. 4,2 Mrd. Euro) ein. Sowohl die digitalen Kanäle (–14 %) als auch die stationären Nike-Stores (–3 %) entwickelten sich rückläufig.

Auch die Tochtermarke Converse verlor deutlich an Boden: Der Umsatz sank um 30 Prozent auf 300 Millionen US-Dollar (rund 275 Mio. Euro).

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Marge und Gewinn unter Druck

Die Bruttomarge reduzierte sich um drei Prozentpunkte auf 40,6 Prozent, insbesondere durch höhere Importzölle in Nordamerika. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Marken- und Sportmarketing auf 1,3 Milliarden US-Dollar (+13 %). Demgegenüber sanken die operativen Gemeinkosten um 4 Prozent.

In der Folge ging der Nettogewinn um 32 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar (ca. 735 Mio. Euro) zurück. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,53 US-Dollar – ebenfalls ein Rückgang um 32 Prozent. Die Steuerquote stieg von 17,9 auf 20,7 Prozent.

Ausblick und strategische Neuausrichtung

Nike-CEO Elliott Hill betonte, das Unternehmen befinde sich in einem „Comeback-Modus“ und verfolge mit seiner „Win Now“-Strategie konkrete Maßnahmen zur Neuausrichtung. Dazu zählen die Stärkung der Partnerbeziehungen, eine neue Kategorisierung des Produktportfolios sowie eine engere Verzahnung von Marke und Vertrieb.

Auch CFO Matthew Friend unterstrich die laufenden Anpassungen: „Wir treffen kurzfristige Entscheidungen zugunsten der langfristigen Markenstärke.“ Die aktuelle Phase werde als Übergang gesehen, um künftiges Wachstum besser abzusichern.

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