Exportbeschränkungen für zentrale Rohstoffe nehmen weltweit zu und verschärfen die Risiken für Industrie und Energiewende. Eine aktuelle Analyse der OECD zeigt, dass immer mehr Länder strategische Materialien regulieren und damit globale Lieferketten unter Druck setzen.
Deutlicher Anstieg staatlicher Eingriffe
Seit rund 15 Jahren wächst die Zahl der Exportrestriktionen kontinuierlich und hat inzwischen ein Rekordniveau erreicht. Zwar verlangsamte sich das Wachstum neuer Maßnahmen zuletzt leicht, dennoch beteiligen sich zunehmend weitere Staaten – insbesondere in Afrika und Asien – an solchen Eingriffen. Insgesamt war zuletzt ein signifikanter Anteil des Welthandels mit kritischen Rohstoffen betroffen.
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Energie- und Technologiemetalle besonders betroffen
Rohstoffe wie Kobalt, Mangan, Graphit und Seltene Erden stehen besonders im Fokus. Ein Großteil ihrer globalen Exporte unterlag zuletzt mindestens einer Beschränkung. Diese Materialien sind unverzichtbar für Batterien, erneuerbare Energien und digitale Technologien, wodurch die Eingriffe direkte Auswirkungen auf Zukunftsindustrien haben.
Hohe Marktkonzentration verschärft Risiken
Die Förderung vieler kritischer Rohstoffe konzentriert sich auf wenige Länder. Bei einzelnen Materialien kontrollieren die drei größten Produzenten den Großteil der weltweiten Produktion. Parallel dazu dominieren einige Staaten auch bei der Einführung neuer Handelsmaßnahmen, was die Abhängigkeiten weiter verstärkt.
Strengere Maßnahmen und neue Motive
Neben klassischen Umwelt- und Versorgungsargumenten gewinnt die Einnahmesteigerung als Begründung für Exportbeschränkungen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig nehmen besonders restriktive Instrumente wie Exportverbote und Quoten zu. Auch Abfälle und Recyclingmaterialien geraten stärker in den Fokus, da sie als alternative Rohstoffquelle an Bedeutung gewinnen.




