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Österreichische Post übernimmt 70 Prozent an euShipments.com

Lieferfahrzeug von euShipments cpm
Foto: euShipments.com

Key takeaways

Die Österreichische Post übernimmt 70 Prozent am Logistikdienstleister euShipments.com und stärkt damit ihr E-Commerce-Geschäft in Südost- und Osteuropa. Der Zukauf soll 2026 abgeschlossen werden und unterstützt die Wachstumsstrategie LEAD 2030.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Österreichische Post erweitert ihr E-Commerce-Geschäft in Südost- und Osteuropa und übernimmt 70 Prozent am bulgarischen Logistikdienstleister euShipments.com. Rund 55 Millionen Euro investiert der Konzern in die Mehrheit an dem Cross-Border-Spezialisten, der ein starkes Netzwerk in wachstumsstarken Märkten betreibt. Die Übernahme steht laut Pressemitteilung noch unter kartellrechtlichem Vorbehalt und soll Anfang 2026 finalisiert werden.

Dynamik im Cross-Border-E-Commerce als Wachstumstreiber

Der E-Commerce in der Region wächst dynamisch, und Händler verlangen zunehmend integrierte Logistikservices – von Fulfillment bis Retourensteuerung. euShipments.com bietet seit 2012 eine vollständige One-Stop-Shop-Plattform und unterstützt internationale Versand- und Steuerprozesse. Für die Post bedeutet die Beteiligung eine technologische und operative Stärkung des internationalen Paketgeschäfts.

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LEAD 2030 als strategischer Rahmen

Mit dem Zukauf setzt die Post ihre langfristige Wachstumsstrategie fort. Vorstand Walter Oblin und Paketchef Peter Umundum betonen die Bedeutung einer breiteren regionalen Präsenz sowie digitaler Infrastruktur, um die Rolle als führende E-Commerce-Partnerin in Österreich, Südost- und Osteuropa sowie der Türkei auszubauen.

Logistische Infrastruktur jenseits der Marktplätze

Ein zentraler Vorteil der Akquisition liegt in der marktplatzunabhängigen Infrastruktur. euShipments.com betreibt sieben Fulfillment-Zentren, bedient rund 1.300 Händler und erwartet für 2025 einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro. Die standardisierten IT-Schnittstellen und regionalen Zustellnetzwerke sollen Skaleneffekte schaffen, insbesondere im internationalen Versand und im Retourenhandling.

Exit von BlackPeak Capital

Die zuvor beteiligte Private-Equity-Gesellschaft BlackPeak Capital verkauft ihren gesamten Anteil. Der Kaufpreis impliziert eine Bewertung im hohen zweistelligen Millionenbereich. Optionen für den Erwerb der restlichen 30 Prozent in den kommenden vier Jahren sichern der Post Flexibilität und ermöglichen den Gründern einen stufenweisen Ausstieg.

Verstärkte Konsolidierung im europäischen Logistikmarkt

Die Beteiligung reiht sich in eine Phase verstärkter Konsolidierung ein, da Logistikunternehmen in Europa ihre Position im E-Commerce ausbauen. Für die Österreichische Post ist der Deal ein strategischer Baustein, um das Paketgeschäft weiter zu stärken und sich vom rückläufigen Briefmarkt unabhängiger zu machen. Bei erfolgreicher Integration dürfte die Übernahme ein wesentlicher Hebel der LEAD-2030-Strategie werden.

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