Nach langwierigen Sanierungsbemühungen stellt die Ex-Deichmann-Tochter Onygo den Geschäftsbetrieb endgültig ein. Wie Geschäftsführer Frank Revermann gegenüber der Textilwirtschaft erklärte, werden sämtliche Filialen bundesweit geschlossen. Zuletzt war noch ein Standort in Hamburg aktiv – nun ist auch dieser dicht.
Das Geschäft in der Europa Passage war die letzte Filiale der Marke Onygo. Zuvor war bereits der Standort im Einkaufszentrum Elbe aufgegeben worden. Mit der vollständigen Schließung verlieren rund 150 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Investorenprozess gescheitert
Onygo hatte im April dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Laut Revermann habe man intensive Gespräche mit Vermietern und Lieferanten geführt. Trotz deren Entgegenkommen blieb die Suche nach einem Investor erfolglos. Hauptursache für das Aus sei die anhaltende Konsumzurückhaltung im Schuhsegment, die eine wirtschaftliche Fortführung unmöglich machte.
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Deichmann hatte sich früh zurückgezogen
Onygo war viele Jahre Teil der Deichmann-Gruppe und positionierte sich modisch mit Sneakern und Accessoires für eine junge Zielgruppe. Bereits im Herbst 2023 hatte der Mutterkonzern den Rückzug angekündigt. Ein geplantes Sanierungskonzept mit erweitertem Sortiment, etwa um Textilien und Wohnaccessoires, wurde nie umgesetzt.


