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Parfumdreams schließt mehrere Filialen: Douglas-Tochter setzt voll auf E-Commerce

Parfumdreams App auf einem Smartphone
Foto: Parfumdreams

Key takeaways

Parfumdreams schließt mehr als die Hälfte seiner Filialen und setzt künftig konsequent auf E-Commerce. Zehn Akzente-Standorte werden bis Juni aufgegeben, rund 45 Jobs entfallen. Der Schritt spiegelt den Strukturwandel im Beauty-Handel und die zunehmende Verlagerung hin zu digitalen Geschäftsmodellen wider.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die zur Douglas-Gruppe gehörende Online-Parfümerie Parfumdreams zieht sich weitgehend aus dem stationären Handel zurück. Mehr als die Hälfte der betriebenen Filialen wird bis Ende Juni geschlossen, wie Lebensmittel Zeitung berichtet. Damit reagiert das Unternehmen auf veränderte Marktbedingungen und richtet seinen Fokus konsequent auf das Onlinegeschäft aus.

Deutlicher Einschnitt im Filialnetz

Von aktuell 18 Standorten sollen zehn aufgegeben werden. Besonders betroffen sind Filialen in Süddeutschland, insbesondere in Baden-Württemberg und Hessen. Rund 45 Mitarbeitende verlieren im Zuge der Maßnahme ihren Arbeitsplatz.

Die Schließungen markieren einen tiefgreifenden Einschnitt und stehen exemplarisch für den strukturellen Wandel im Parfümeriefachhandel, der zuletzt durch die Insolvenz von Pieper erschüttert wurde.

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Rückkehr zum digitalen Kerngeschäft

Parfumdreams war ursprünglich als reiner Onlinehändler positioniert und zählt zu den etablierten Anbietern im digitalen Beauty-Markt. Die stationären Geschäfte gehen auf frühere Unternehmensstrukturen – noch vor der Douglas-Übernahme in 2018 – zurück und spielen in der aktuellen Strategie eine zunehmend untergeordnete Rolle.

Mit dem Rückbau des Filialnetzes konzentriert sich das Unternehmen wieder stärker auf skalierbare E-Commerce-Modelle und digitale Vertriebskanäle.

Verändertes Konsumverhalten treibt Entwicklung

Der Beauty-Markt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Der Onlineanteil wächst kontinuierlich, während die Kundenfrequenz in Innenstädten vielerorts zurückgeht.

Gleichzeitig steigt der Wettbewerb im digitalen Raum, allerdings bei anderen Kostenstrukturen und besseren Skaleneffekten. Für Anbieter wie Parfumdreams wird der Onlinevertrieb damit zum zentralen Wachstumstreiber.

Stationärer Handel unter Druck

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der viele Einzelhändler mit steigenden Kosten und schwacher Konsumstimmung zu kämpfen haben. Hohe Mieten, steigende Personalkosten und veränderte Kundenbedürfnisse setzen insbesondere spezialisierte Fachgeschäfte unter Druck.

Auch der Mutterkonzern Douglas hatte bereits in den vergangenen Jahren sein Filialnetz angepasst und verfolgt konsequent eine Digitalstrategie.

Teil einer langfristigen Konzernstrategie

Die Maßnahme bei Parfumdreams fügt sich in die übergeordnete Ausrichtung der Douglas-Gruppe ein. Der Konzern investiert verstärkt in digitale Plattformen, Datenanalyse und Omnichannel-Konzepte.

Filialen ohne klare strategische Rolle verlieren in diesem Umfeld zunehmend an Bedeutung.

Ausblick: Weitere Konsolidierung wahrscheinlich

Für die betroffenen Standorte werden derzeit Lösungen für die Mitarbeitenden geprüft. Ob langfristig noch einzelne Filialen bestehen bleiben, ist offen.

Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass sich der Rückzug aus dem stationären Geschäft fortsetzen könnte. Die Entwicklung unterstreicht den Trend zur weiteren Konsolidierung im Beauty-Handel – mit wachsender Dominanz digitaler Geschäftsmodelle.

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