PayPal hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz um zwei Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar gesteigert. Gleichzeitig erhöhte der Zahlungsdienstleister das abgewickelte Zahlungsvolumen um sechs Prozent auf 487,1 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen sieht Fortschritte bei seiner strategischen Neuausrichtung und hebt die bereinigte Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Während die operative Profitabilität auf bereinigter Basis zunahm, entwickelte sich das Ergebnis nach US-Rechnungslegungsstandards rückläufig.
PayPal-Umsatz steigt auf 8,6 Milliarden Dollar
Die Nettoerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um zwei Prozent. Ohne Wechselkurseffekte betrug das Wachstum ein Prozent.
Der Transaktionsdeckungsbeitrag erreichte vier Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls zwei Prozent über dem Vorjahr. Ohne Zinserträge aus Kundenguthaben verbesserte sich diese Kennzahl um drei Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar.
Das bereinigte operative Ergebnis stieg um drei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Nach GAAP-Rechnungslegung sank der operative Gewinn dagegen um acht Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bereinigte operative Marge verbessert sich
Bei der Profitabilität zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Die bereinigte operative Umsatzrendite erhöhte sich um 0,16 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent.
Die nach GAAP ermittelte operative Marge verringerte sich hingegen um 1,73 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent. Damit blieb die Ergebnisentwicklung trotz steigender Umsätze uneinheitlich.
Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um acht Prozent auf 1,45 Dollar zu. Nach GAAP sank der Wert um vier Prozent auf rund 1,25 Dollar.
Zahlungsvolumen wächst auf 487,1 Milliarden Dollar
Über die PayPal-Plattform wurden zwischen Juli und September Zahlungen im Gesamtwert von 487,1 Milliarden Dollar abgewickelt. Das entspricht einem Anstieg um sechs Prozent beziehungsweise sieben Prozent auf währungsbereinigter Basis.
Die Zahl der Zahlungstransaktionen erhöhte sich ebenfalls um sieben Prozent auf 6,8 Milliarden. Auch ohne die Transaktionen des Zahlungsdienstleistergeschäfts lag das Wachstum bei sieben Prozent.
Damit verzeichnete PayPal sowohl beim abgewickelten Geldvolumen als auch bei der Nutzung seiner Zahlungsinfrastruktur eine positive Entwicklung. Die durchschnittliche Transaktionsaktivität bestehender Kunden nahm ebenfalls zu.
PayPal zählt 440 Millionen aktive Konten
Zum Quartalsende verfügte PayPal über 440 Millionen aktive Konten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 0,6 Prozent.
Im Vergleich zum zweiten Quartal kamen rund 1,6 Millionen aktive Konten hinzu. Das sequenzielle Wachstum lag damit bei 0,4 Prozent.
Die durchschnittliche Zahl der Transaktionen je aktivem Konto erhöhte sich auf Zwölfmonatssicht um sechs Prozent auf 60,8. Die Entwicklung deutet auf eine intensivere Nutzung durch bestehende Kunden hin.
Freier Cashflow erreicht 1,4 Milliarden Dollar
PayPal erwirtschaftete im dritten Quartal einen operativen Cashflow von 1,6 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow belief sich auf 1,4 Milliarden Dollar.
Bereinigt um zeitliche Effekte aus dem Geschäft mit später zu zahlenden Käufen erreichte der freie Cashflow zwei Milliarden Dollar. Diese Anpassung betrifft insbesondere die Entstehung, Rückzahlung und Veräußerung entsprechender Forderungen.
Zum 30. September verfügte PayPal über liquide Mittel und Anlagen von insgesamt 15,1 Milliarden Dollar. Die ausgewiesenen Finanzschulden lagen bei 13,5 Milliarden Dollar.
Aktienrückkäufe und Dividende beschlossen
Im dritten Quartal kaufte PayPal rund 28 Millionen eigene Aktien für insgesamt 1,5 Milliarden Dollar zurück. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate flossen sechs Milliarden Dollar in den Rückerwerb von etwa 117 Millionen Aktien.
Zusätzlich hat der Verwaltungsrat eine Bardividende von 0,14 Dollar je Aktie beschlossen. Die Ausschüttung ist für den 24. Dezember 2026 vorgesehen.
Anspruchsberechtigt sind Aktionäre, die zum Geschäftsschluss am 4. Dezember 2026 im Aktienregister eingetragen sind. Damit kombiniert PayPal Aktienrückkäufe mit einer direkten Gewinnausschüttung.
PayPal erhöht Gewinnprognose für 2026
Nach dem dritten Quartal hebt PayPal seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf rund 5,60 Dollar an. Zuvor hatte das Unternehmen etwa 5,38 Dollar erwartet.
Auch die Jahreserwartung für den bereinigten Transaktionsdeckungsbeitrag wurde erhöht. Die Prognose für den GAAP-Gewinn je Aktie bleibt dagegen unverändert.
Für das vierte Quartal rechnet PayPal mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von etwa 1,43 Dollar. Auf GAAP-Basis werden rund 1,37 Dollar erwartet.
Strategische Neuausrichtung soll Wachstum stärken
Konzernchef Enrique Lores sieht die Geschäftsentwicklung als Bestätigung des eingeschlagenen Transformationskurses. Besonders die wachsende Bedeutung verschiedener Geschäftsfelder soll künftig zu einer stabileren Ertragsbasis beitragen.
PayPal will seine mehrjährige Neuausrichtung fortsetzen und dabei profitables Wachstum in den Mittelpunkt stellen. Die angehobene Jahresprognose zeigt, dass das Management trotz bestehender Herausforderungen mit einer weiteren Verbesserung der bereinigten Ergebnisse rechnet.



