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EHI-Studie: Discounter wachsen – Kundschaft achtet stärker auf den Preis

Frau beim Lebensmitteleinkauf
Foto: Tara Clark / Pexels

Key takeaways

Das EHI meldet für 2024 eine moderate Umsatzsteigerung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Besonders Discounter konnten mit einem Plus von 3,3 Prozent zulegen. Trotz Filialrückgang bei Supermärkten blieb die Gesamtanzahl der LEH-Standorte stabil. Kleinflächen zeigen erstmals eine verlangsamte Schrumpfung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sind im Jahr 2024 moderat gestiegen. Das zeigt das neue Zahlenkompendium „EHI handelsdaten aktuell 2025“, das zahlreiche Strukturdaten zum Handel zusammenfasst. Der Nettoerlös des gesamten Lebensmittelhandels lag bei rund 209,7 Milliarden Euro – ein Zuwachs von über 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Discounter mit stärkstem Umsatzplus

Besonders deutlich zulegen konnten die Discounter. Sie steigerten ihren Umsatz um 3,3 Prozent auf 97,7 Milliarden Euro. Damit treiben sie das Wachstum des LEH maßgeblich an. Die übrigen Betriebsformen wuchsen verhaltener: Supermärkte erreichten ein Plus von 2,5 Prozent auf 65,9 Milliarden Euro, große Supermärkte verbesserten sich um etwa 2,3 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Die Umsätze von SB-Warenhäusern (19,1 Mrd. Euro) und sonstigen Lebensmittelgeschäften (4,6 Mrd. Euro) blieben nahezu konstant.

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Politische Lage beeinflusst Konsumverhalten

Laut Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI Retail Institute, spiegelt dieses Ergebnis die veränderte Haltung vieler Konsumenten wider. „Aufgrund politischer Unsicherheiten und kriegerischer Auseinandersetzungen greifen viele Verbraucher zu günstigeren Angeboten und üben sich in Kaufzurückhaltung“, so Atzberger.

Stabile Expansion durch Standortoptimierung

Die Zahl der Filialen im LEH ist 2024 leicht rückläufig. Insgesamt wurden 36.565 Standorte gezählt – 263 weniger als im Vorjahr. Besonders bei Supermärkten zeigt sich ein Rückgang um 225 Filialen auf 10.700. Die Discounter blieben mit 15.976 Filialen nahezu stabil. Große Supermärkte erhöhten ihre Präsenz leicht um zehn auf 1.300, SB-Warenhäuser verzeichneten ein Plus von fünf Filialen.

Kleinflächen stabilisieren sich

Erstmals seit Jahren verlangsamt sich der Rückgang bei Kleinflächen deutlich. 2024 wurden noch 7.900 dieser kleineren Geschäfte gezählt – ein Minus von nur 50 im Vergleich zum Vorjahr. In den Jahren zuvor fiel der Rückgang doppelt bis viermal so stark aus, was auf eine gewisse Marktkonsolidierung hinweist.

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